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 Betreff des Beitrags: Durchgeprügelt durch Infraschall
BeitragVerfasst: Fr Mai 08, 2015 9:47 pm 
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Registriert: Fr Mai 08, 2015 9:17 pm
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Hallo Ihr Weltversteher....denn alles ist Physik und Chemie...oder?

Das Juraforum hat mich auf die Idee gebracht, mir bei Euch Hilfe zu holen.

Aber ersteinmal möchte ich mich kurz vorstellen.

Bin lange aus dem Schüleralter raus, war in Physik, je nach Lehrer bis zur 12. Klasse schlecht oder grottenschlecht. Habe erst einen Bezug zur Physik über die Philosophie gefunden. Und nun, mit über 50 habe ich ein ernstes Problem, und zwar:

Lebe in Berlin im Wedding. Das schon seit 2011. Seit Ende Januar 2015 vibriert plötzlich alles in meiner Wohnung. Es ist nichts zu hören, aber man kann nirgendwo stehen, sitzen, geschweige denn liegen oder schlafen, da man von heftigsten Pulsationen durchgerüttelt wird, und das 24 Stunden am Tag. Nach sechs Wochen habe ich meinen Nachbarn unter mir gefragt, ob er sich vielleicht in Zimmer und Küche ein Aquarium angeschafft hat. Nein, er habe nichts verändert. Ob er auch diese Vibrationen spüre. Als Asiate zurückhaltend, meinte er, dass dies bestimmt an Bauarbeiten liege.

Im März dann, da ich in Wechselschichten arbeite, nach zwei schlaflosen Nächten zur Frühschicht am Flughafen und mir danach zuim ersten Mal in meinem Leben Schlaftabletten gekauft, um meine Arbeitspflichten erfüllen zu können. Rumtelefoniert, lediglich das Gesundheitsamt hatte mir den Tipp gegeben, dass diese Vibrationen wohl mit dem Tunnelbau Gesundbrunnen-Yorckstraße zusammenhängen können, aber die Behörde habe kein Infraschall-Messgerät. Weitere Behörden angemailt. Keine Hilfe.

Kaum in meiner Wohnung angekommen, bekam ich heftigste Kopfschmerzen, Koordinationsstörungen und Mitte März dann plötzlich Bluthochdruck und Nasenbluten sobald ich mich länger als 20 Minuten in meiner Wohnung aufhielt. Bin dann in ein Hotel weit weg gezogen. Auch dort leichtes Puckern in der Matratze, aber moderat und durchaus zu ertragen.

Dieser Tunnelbau ist nun seit 4. Mai Geschichte, aber ab 7. April wird weitergenbohrt, und zwar eine Verlängerung der U5- Infraschallbelastung weiterhin so schlimm, dass man das Wasser in einer halbvollen Flasche tanzen sehen kann.

Kann mir jemand sagen, ob es in Berlin einen Menschen gibt, der ein Infraschall-Messgerät hat, so dass man diese unsichtbaren Prügel dokumentieren kann? Das Umweltamt will zwar messen kommen, aber mit einem Schall-Messgerät, was ja Quatsch ist, da man nichts hört, aber alle inneren Organe vibrieren.

Wer hier kennt sich mit Infraschall gut aus und könnte mir eventuell helfen? Ich verdiene trotz Abitur und guter Ausbildung nicht sooo viel, dass ich mir mehrere Nächte fernab in einem Hotel leisten kann, um meine Arbeitskraft zu erhalten. Und ich möchte auch nicht Schlaftabletten nehmen oder mir vier Bier reinkippen müssen, um ein paar Stunden schlafen zu können. Glücklicherweise wird es jetzt wärmer, so dass ich mich in meiner Freizeit außerhalb der Wohnung aufhalten kann, ohne mit dem Schirm und dick eingewickelt im Park tagsüber bei 2 Grad plus um Asyl bitten muss. Ein Aufenthalt in der Wohnung ist seit langem nicht mehr möglich und ich kann noch nicht einmal die Miete mincdern, da der Vermieter den Mangel (Tunnelbauarbeiten) ja nicht beheben kann.

Bin gespannt auf Eure Antworten.

Ein vibrationsfreies Wochenende wünscht die

Methaphysikerin


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BeitragVerfasst: Sa Mai 09, 2015 9:33 am 
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Beiträge: 3366
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Das ist ja der Hammer, methaphysikerin,
gibts denn da kein Gesetz, mit dem man sich da wehren kann?

_________________
Grüße aus München, isi •≡≈ ¹₁₂½√∠∞±∫αβγδεηκλπρσφω ΔΣΦΩ


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BeitragVerfasst: So Mai 10, 2015 11:26 am 
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Registriert: Fr Mai 08, 2015 9:17 pm
Beiträge: 4
Hallo,
Anscheinend gibt es kein Gesetz, das die Belastung durch Infraschall begrenzt. Wenn es in Berlin angeblich noch nicht einmal ein Infraschall-Messgerät gibt, kann man die Belastung ja auch nicht nachweisen. In Schleswig Holstein soll das problemlos durch das Umweltamt gehen, habe ich gelesen.

Infraschall ist sowieso eine sehr merkwürdige Angelegenheit. Habe mehrere Malde für ein paar Nächte im Hotel geschlafen und in einem Zimmer im 1. OG war so gut wie nichts spürbar, aber nur ein Stockwerk höher und drei Meter weiter, neben einer Fluchtwendeltreppe aus Stahl, hatte ich die selben derben Pulsationen wie in meiner Wohnung.

Wie ich las, soll Infraschall am schnellsten durch Metall gehen, dann durch Wasser und dann durch Luft und alle anderen Stoffe. Aber es geht eben durch alles durch.

Hatte gehofft, hier ein paar fachmännische Antworten zu bekommen. :roll: :roll:

schönen Sonntag

PS: Vielleicht hätte ich mich hier lieber "Prügelschall" nennen sollen


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BeitragVerfasst: So Mai 10, 2015 6:05 pm 
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Beiträge: 3366
Wohnort: München
Gerade heute habe ich mit einer 45-jährigen Ärztin gesprochen, die die selben Beschwerden hat wie Du.
Sie wohnt in einem hohen Haus, worunter eine vielbefahrene Straße durch geführt wird. Sie meint allerdings (mit guter Begründung: u.a. sonst niemand nimmt diese tiefen Töne wahr), dass das ein Tinnitus sei. Seismologische Messungen ergaben natürlich Erschütterungen durch den Verkehr, auch würde man (mit dem Po) spüren, wenn einer dieser 40to-Lastwagen durchfährt.

Mit dem Schall ist es so, wenn ich meine Erinnerungen an die Akkustikvorlesung wiedergeben darf, dass man zur Dämpfung gerade möglichst schwere Fenster bzw. Schallschutzwände braucht.
Es kann sein, dass die Stahltreppe den Schall besser aufnimmt als der Stahlbeton des Gebäudes, da das Gebäude viel tiefer begründet ist und deshalb die Schwingungen aus der Baustelle nicht so gut eingekoppelt werden. Die Stahltreppe hat meist nur ein kleines Fundament (nur einen halben Meter tief), das die Bodenschwingungen (=Oberflächenwellen) gut aufnimmt.

_________________
Grüße aus München, isi •≡≈ ¹₁₂½√∠∞±∫αβγδεηκλπρσφω ΔΣΦΩ


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BeitragVerfasst: Mo Mai 11, 2015 1:35 am 
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Registriert: Fr Mai 08, 2015 9:17 pm
Beiträge: 4
wow, schön eine fundamentale Antwort zu erhalten. Das mit dem Infraschall ist mysteriös sometimes. So hatte ich 16 Wo chen extrem harte Pulsationen, die absolut nicht hörbar waren. Jetzt mit dem angeblichen Superbohrer habe ich sanftere, in Anführungsstrichen, Vibrationen, die ein Raunen in den Ohren verursachen. Was "angenehmer" ist. Immerhin bis jetzt noch keine Kopfschmerzen, die mir sowieso bislang völlig fremd waren, genausowenig wie Nasenbluten.....

Wer in Berlin kann mir Zugang zu einem Infraschall-Messgerät verschaffen????? Es kann doch nicht sein, dass die Belastung unbeweist bleibt und ich auf meinen Hotelkosten sitzen bleibe? Selbst ohne Kosten, kann es doch nicht sein, dass Tiefbauarbeiten, die extremen Infraschall verursachen, Tausenden von Menschen körperlichen und finanziellen Schaden zufügen. Jetzt, wo die Bauarbeiten auch die Gegenden treffen, die von Politikern bewohnt werden, ist plötzlich alles anders. Und wenn Frau Merkel in Berlin ist, ist es ab 20;20 abends "ruhig" oder wie? Wenn es denn die Museumsinsel trifft und nicht mehr nur die Gegenden der armen Leute....wenn der Kaiser schlafen möchte..... Alles Beobachtungen, weil ich bei meiner Arbeit direkt auf den militärischen Teil des Flughafens Tegel schauen kann und von der Wohnlage mitbekomme, wann ";Muttis" Airbus landet. Was aber nix heißt, da der auch leer von Moskau zurück fliegt und sie leer wieder dort abholt..... es ist alles eine Farce und die Bürger werden nicht nur abgezockt, sondern auch noch fahrlässig verletzt.....

Aber ich halte lieber meinen Mund, sonst kommen noch die Menschen mit den weißen Jacken.

Suche dringend einen Menschen, der entweder selbst ein Infraschall-Messgerät hat oder Kontakt zu jemanden, der sowas besitzt. Ansonsten werde ich die Medien einschalten. Die können dann mal schön filmen, wie das Wasser in der Flasche tanzt.

Warum nur sind Wahrheiten so unangenehm?

LG von Prügelschall (Schon komisch, dass das Umweltamt seit Monaten von meinem Problem weiß, aber erst jetzt, wo der Prügelschall der armen Leute Gend vorbei ist, und der moderatere Infraschall herrscht, sich bereit erklärt mit einem Schgallgerät messen zu kommen. Es läuft also alles darauf hinaus, mich als übersensibel, wenn nicht sogar crazy darzustellen.) Euch Physikern sollte das zu denken geben.


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BeitragVerfasst: Mo Mai 11, 2015 2:06 am 
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Registriert: Fr Mai 08, 2015 9:17 pm
Beiträge: 4
Ach ja, am Stahlbeton kann es nicht liegen. Wohne in einem Altbau, ganz bewusst, da ich mich nur mit Holzfussboden wohlfühle. Allerdings das schlechteste Baujahr, was man sich vorstellen kann: Bj: 1918. Ein Jahrhundertwende Altbau würde den Infraschall sicher besser abwehren können, was ich durch meine Hotelaufenthalte in der schwersten Zeit erfahren habe.


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