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 Betreff des Beitrags: Brennstoffzelle bauen?!
BeitragVerfasst: Mo Sep 11, 2006 5:34 pm 
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Registriert: Mo Sep 11, 2006 5:24 pm
Beiträge: 1
Hallo,
ich bin Schüler im 10. Schuljahr und muss zu meinem Abschluss eine Fach-Arbeit über die Ausarbeitung eines Themas schreiben und dazu noch ein Modell bauen(funktionsfähig) und da kam ich auf die Idee eine Wasserstoffbrennstoffzelle zu bauen die Elektrischen Strom erzeugt
Und da wollte ich frage ob so was für einen "10. Klässler" realisier bar ist?

:( :( :( Danke im vorraus :( :( :( lol hätt ich mir sparn können
tolles forum jetzt weiß ich auch warum hier so wenig community ist


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 Betreff des Beitrags: Bauplan
BeitragVerfasst: Sa Apr 19, 2008 5:32 pm 
ich bin auch 10 klasse un hatte selbes thema bei FÜK in chemie
meine brennstoffzelle hat 0,2V erreicht (messbar mit messgerät)

du benötigst:
- eine ganz normale dose (Form)
- 2 dünne rohre (für Hydrogenium & Oxigenium Zufuhr)
- ganz normale wellpappe (dient als Membran für kurze zeit, löst sich langsam aber auf)
- 2 rasierscherfolien, sind auf jedem elektrischen rasierer
(die sind mit platin oder palladium beschichtet - damit findet die ganze reaktion erst statt - sonst kannst du alles vergessen)
- Kabel (um elektronen abzuleiten)
- 2 Metallstücke (dienen als elektroden)
- reinen Wasserstoff & um besten reinen Sauerstoff (Brennstoff & Oxidationmittel)
- Kalilauge (elektrolyt)



Bauplan:
- die dose trennst du mit dem pappe un 2 hälften
- in jede hälfte tust du eine elektrode
- nun sägst die 2 rohre auf der seite auf und befestigst die rasierscherfolien auf diesem schlitz
- befestige die rohre nun so, dass der brennstoff und das oxidationmittel (werden durch die rohre geleitet) die elektroden umspülen
- befestige (löte) die kabel jeweils an den elektroden un verbinde sie, der verbraucher (zB Motor) muss natürlich in diese verbindung herein


durchführung:
- fülle die dose mit dem elektrolyt (Kalilauge geht gut)
-leite in ein rohr den brennstoff un in das andere das oxidationsmittel
- nun fließen die elektroden von der elektrode mit dem brennstoff(anode) zur elektrode mit dem oxidationsmittel(kathode), also es fließt "strom"

viel glück beim bau

mfg Cartman
8)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Mai 31, 2008 4:37 pm 
könntest du die Anleitung bissle genauer Beschreiben ich weis nicht wo ich die Scherfolie befestigen soll....
hättest du vielleicht ein Bild davon????
danke im Voraus....
Dennis


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Okt 04, 2009 6:06 pm 
Eigentlich ist esja unsinnig in den Thread noch was reinzuschreiben, ich machs trotzdem für die die nach mir hierherkommen und ebenfalls nach infos suchen:

Erstens:
Die oben Beschriebene Bauanleitung ist nicht wirklich gut, sie is schnell und einfach aufzubauen, und sie erfüllt die Funktion, aber wenn man mit Brennstoffzellen herumprobiert, dann kommt man verdammt schnell an die Grenze von dem Aufbau.

Deswegen beschreibe ich mal meinen Aufbau:

Membran:
Ich habe mir erstmal ein Layout auf Papier gezeichnet, etwa ähnlich dem der Konzerne die da ebenfalls forschen, bei mir war das dann eine DIN A5 Seite, die in der Mitte den Reaktionsraum hatte, und an den schmaleren Enden jeweils zwei Öffnungen für die Gase, wenn man nun die Kanäle (die Löcher für die Gase) ausschneidet, und den Reaktionsraum stehen lässt hat man schon fast den Membran (Der muss nurnoch mit einer möglichst Salzigen Kochsalzlösung getränkt werden, dann ist er eigentlich funktionstüchtig, ich tränke den Randbereich dann noch mit Pflanzenöl und lass es an der Luft Verharzen, damit es dicht wird, später). An den Rand, neben die Kanäle in alle vier Ecken kommen noch Löcher für die Gewindestäbe.

Gaszuführung:
Dafür nehme ich als Vorlage den Membran und schneide jeweils eine Verbindung von den Kanälen zur Reaktionskammer, aber immer über Kreuz, da sich sonst das Gas nicht so gut verteilt.
Davon braucht man pro Zelle jeweils zwei wenn ihr Karton nehmt bei Druckpapier mindistens 5 Lagen, und alle natürlich wieder mit PfÖl tränken, und verharzen lassen.

Elektroden:
Die Elektroden habe ich am Anfang einfach aus Aluminiumfolie herausgeschnitten, dafür nehmt ihr wieder einfach den Membran als Vorlage, aber ihr solltet den Abstand zu den Kanälen überall einhalten, sonst ist die Zelle später kurzgeschlossen und wenn sie dann einmal richtig Leistung bringt brennt sie durch! (schon öfters erlebt!^^ stinkt erbärmlich) So an der Stelle wo der Membran mit der Kochsalzlösung getränkt ist, oder werden soll, dort sollte auch die Elektrode perforiert werden, dafür habe ich am Anfang eine Nadel genommen, im Moment nehme ich dafür grobes Schleifpapier und eine selbstgebaute Handpresse.

Endplatten:
Da die Zelle von alleine nicht zusammen halten würde, fehlen jetzt noch die Endplatten, die habe ich aus 5 mm starkem Makrolon hergestellt, dazu wieder den Membran als Vorlage genommen und an den Stellen wo überall ein Loch herausgeschnitten wurde, habe ich ein Loch in eine von den Beiden Endplatten gebohrt. Blos die Löcher für die Gewindestangen in den Ecken habe ich auf beiden Endplatten durchgebohrt.

Zusammenbau:
Ihr nehmt eine Endplatte als Basis zum aufbauen, dann legt ihr erstmal eure Gaszuführung darauf, aber exakt deckungsgleich, dann eine Elektrode, und dann den Membran, dann wieder eine Elektrode aber anderstrum, und wieder eine Gaszuführung, diese ebenfalls anderstrum und wieder eine Endplatte.
Nun müsst ihr nurnoch die Endplatten verschrauben, die Elektroden anklemmen und die Gasschläuche anschließen, und fertig ist eure Brennstoffzelle.

In Betriebnahme:
Wenn ihr jetzt die Zelle das erste mal Anschließt und testet, dann solltet ihr erstmal schauen ob sie dicht ist, und wenn nicht, die undichten Stellen abdichten. Bevor ihr sie inbetrieb nehmt solltet ihr auch noch testen ob die Elektroden kurzgeschlossen sind, dafür könnt ihr entweder ein Multimeter nehmen und die Elektroden Ohmisch durchmessen, oder ihr nehmt eine Batterie und eine Lampe die ihr mit der Batterie betreiben könnt, und klemmt die Elektroden in einer Reihenschaltung dazu. Wenn nun die Lampe aufleuchtet dann habt ihr einen Fehler gemacht, den die Elektroden sind irgendwo verbunden, das darf auf keinen Fall sein.

Meine Daten:
Reaktionsfläche: 110cm²
Leerlaufspannung: ca. 0,65V
Leerlaufstrom: ca. 10mA
Brennstoff: Pyrolysegas von Buchenholz
Membran: Kochsalzlösung

So, um noch eins klarzustellen:
Wenn ihr diese Zelle aufbaut, und irgendwelche Unfug damit treibt, und damit irgendetwas zerstört, beschädigt, oder sonst wie Schaden verursacht, dann ist das auf euern Mist gewachsen, und nicht auf meinen, sprich Nachbau auf eigene Gefahr.

Bei Fragen bezüglich der Grundlegenden Funktion von BSZ dem kann ich nur Wikipedia empfehlen, wenn sich nun einer fragt, warum hier nirgends Platin oder Pladium in der Anleitung auftaucht, dem würde ich antworten, das die Reaktion auch ohne Katalysator abläuft nur eben extrem langsam, deswegen bemerkt man sie nicht. Um auch ohne Kat. auszukommen muss man nur die Reaktionsoberfläche vergrößern, dann klappts auch ohne.

Und wenn nun noch jemand Fragen sollte wie man noch mehr Leistung aus der BSZ herausbekommt, dem würde ich antworten Oberflächenvergrößerung oder Katalysator benutzen.

Ich würde es mit Hochporösem Kohlenstoff probieren, ich weis allerdings nicht ob es funzt, weil ich noch nicht die Zeit gefunden habe es auszuprobieren.

mfg Tüftler


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Okt 08, 2009 6:07 pm 
Hey Brennstoffzellen tüftler... :)

Hört sich ja echt cool an wie du das da beschreibst.... hast du vielleicht Bilder von deimen Prototypen?? Ich möchte auch gern eine Brennstoffzelle bauen hab aber echt keine Erfahrung... :D
Liebe grüße und thanks für die "anleitung"

Lena


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Nov 19, 2009 9:39 pm 
sers ^^
ich wollte fragn was ich alles als membran benutzen darf
darf die Anode und Katode den Membran berühren?
kochsalzlösung ist doch in der regel flüssig, wie hast du sie "eingebaut"?
ich wollte als Anode und Katode ein Aluminiumblech nehmen, wie dick sollte es etwa sein?
was gibt es alles für mögliche stoffe, die ich als Katalysator verwenden kann (auser platin und pladium)

mfg Michael :D


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Jul 13, 2010 3:51 pm 
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Registriert: Di Jul 13, 2010 3:43 pm
Beiträge: 1
Hi
ich wuerde gerne eine Brennstoffzelle selber bauen.
Das Gewicht ist egal, nur sollte sie etwas laenger halten...
Weiss jemand wie man sowas baut?
Danke im voraus

_________________
Mfg Bastler


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Dez 12, 2010 8:03 pm 
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Registriert: So Dez 12, 2010 7:37 pm
Beiträge: 1
So nach nehm Jahr meld ich mal wieder weil ich meinen Beitrag eben wieder gefunden habe!^^

Falls es euch irritiert, das mein Benutzername falsch ist, ich musste mich anmelden um hier zu antworten, da ich die Gastfunktion nichtmehr gefundenb habe. Falls überhaupt noch vorhanden.

Sooo zu den Fragen:

Darf die Anode und die Kathode den Membran berühren?

Generell ja, aber vorsicht, den die Kochsalzlösung ist nicht nur ein Ionenleiter sondern auch noch ein Elektronenleiter, von daher sollte man bedenken welche Spannung die Zelle produziert und welche Zersetzungsspannung der Membran (wenn flüssig) besitzt. Bei Wasser währe diese Spannung 1,2V wenn man es also erreicht das die Zelle 1,2V oder mehr (was schon verdammt viel ist) dann sollte man sich ernsthaft Gedanken über die Isolation machen zwischen Membran und Elektrode. Gerade heraus würde ich es mal mit Frischaltefolie oder so etwas ähnliches probieren.

Wie habe ich sie eingebaut?

Nunja, beim ersten mal habe ich den Membran 1 Minute lange in der Kochsalzlösung eingelegt bis dieser Vollgesaugt war und habe ihn eingebaut und so benutzt, das hat ansich ganz gut funktioniert, wenn auch nicht lange. Durch die warmen Gase des Pyrolysevorgangs verdampfte das Wasser schnell und nach etwa 1h war die Funktion gänzlich eingestellt. Das zweite mal habe ich die Kochsalzlösung angesetzt und sie gut verrührt (Übrigens habe ich dabei die Lösung ungewöhnlich agressiv bekommen) und diese dann mittels Gelatine verfestigt. Der Vorteil war das die Zelle selbst nach 2 Wochen noch auf anhieb funktionierte, da die Salzhaltige Gelatine das Wasser aus der Luft sog. Das lag vermutlich am Osmosischen Effekt, aber genaueres weis ich da auch nicht.

So, Bilder habe ich keine mehr von dem alten Aufbau, da ich aus Platzgründen den alten Aufbau entsorgen musste, zumal er auch teilweise kaputt war (Endplatten gebrochen, etc).

Ich habe es aber vor in der nächsten Zeit wieder einen Aufbau anzufangen, und diesen diesesmal auch soweit möglich auf Leistung zu trimmen.

Wie ich in meinem oberen Beitrag schon geschrieben habe, kann man dies durch einen geeigneten Katalysator erreichen oder durch eine entsprechende Reaktionsfläche.

Ich möchte hier auf letzters zurückgreifen. Dafür will ich hochporöser Kohlenstoff einsetzten, wie er in Hochleistungsfilteranlagen eingesetzt wird. Grillkohle die zerstampft wurde tuts übrigens auch, wenn auch nicht ganz so gut.

Dann will ich diesesmal ein Gasumwälzkreislauf einsetzten, um das Gas besser in die Zellen einbringen zu können, das hatte nämlich das letzte mal eher schlecht als recht geklappt.

Ansonst hat sich an dem Aufbau nichts verändert.

Bastelboy, wenn du das selbstbauen willst, dann musst du dir da schon ein bischen selbst Gedanken machen, alles vorsagen kann ich dir auch nicht, da ich das selbst auch nur in meiner Freizeit mache. Es seiden du hast gerade nen Chemie Ing neben an wohnen.

Aber als Anfang, beschäftige dich doch mal mit Galvanischen Elementen/Batterien/Brennstoffzellen aus der Industrie, da überall das gleiche Prinzip eingesetzt wird. Und wenn du dann immernoch fragen hast, dann bist du herzlich eingeladen nochmals zu fragen. Und die Bauanleitung oben ist sehr ausführlich beschrieben, daher halte ich es für leicht möglich besagte Anleitung auch umzusetzten.

Achja, der Membran, generell kann man alles einsetzten was Ionen leitet. Das einfachste ist hier ein poröses Material das mit einer Säure getränkt ist oder einer Salzlösung. Das etwas bessere ist eben ein Polymermembran, der aber nicht gerade günstig ist, und dazu auch relativ empfindlich. Von daher rate ich von diesem ab.

mfg Tüftler


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