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Zentrifugalkraft---Benötige Hilfe

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Wurfweitenberechnung eines Strahlrohres :: Verzögerung beim Fall  
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JOchen



Anmeldedatum: 24.04.2008
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: Do Apr 24, 2008 5:49 pm    Titel: Zentrifugalkraft---Benötige Hilfe Antworten mit Zitat

Hallo, kann mir mit sicherheit vorstellen,dass ihr genervt seid von Leuten die sich hier anmelden um ihre Hausaufgaben machen zu lassen,brauche aber diesesmal echt Fremde Hilfe und zwar muss ich Morgen einen Vortrag in Physik halten worum es um die Zentrifugalkraft geht,habe auch alles soweit fertig nur soll ich eine bsp. Aufgabe rechen und komme einfach nicht auf die Lösung....!
Wäre nett wenn mir vielleicht jemd.helfen könnte und zwar:

Ein Körper mit der Masse m=0,25 kg wird an einem Faden um eine vertikale Achse auf einem Kreis herumgeschleudert.Der Kreis liegt in einer horizontalen Ebene, sein Radius beträgt 1m. In der Zeit t=10s führt der Körper n=20 Umläufe aus.

a)Berechne den Betrag der erforderlichen Zentrifugalkraft.
b) Berechne die Kraft Fz, mit der der Faden an dem kreisenden Körper zieht.
c) Berechne den Winkel Alpha, den der Faden mit der Horizontalen einschließt...!

Habe echt schon alles durchsucht doch nichts gefunden und komme bei der Aufgabe einfach nicht weiter, bitte um Eure Hilfe.!
Gruß JOchen
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Christian265



Anmeldedatum: 18.04.2008
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: Do Apr 24, 2008 11:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

wenn ich Deine Aufgabe richtig verstehe, befindet sich die Masse im Schwerefeld der Erde.

Zentrifugalkraft ist

F=m*omega²*r

omega=2*pi*(n/t)

(mit Deinem n und t, nicht allgemein).

Die Kraft Fz setzt sich aus der Komponente der Zentrifugalkraft und der Komponente der Gewichtskraft zusammen.
Gilt also:

Fz=sqrt[(m*omega²*r)²+(m*g*)²]

Der Winkel des Fadens zur Horizontalen entspricht dem Winkel von Fz zur Horizontalen (Seil/Faden kann nur Kräfte normal zum Querschnitt aufnehmen):

alpha=arctan[(m*g)/(m*omega²*r)]

Viele Grüße,

Christian
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Phytex
Gast





BeitragVerfasst am: Mo Apr 28, 2008 9:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Man man man, was habt ihr immermit euer Zentrifugalkraft? Und was sind das für Lehrer, die die Zentrifugalkraft in der Schule einführen? Die Zentrifugalkraft hat in der schule NICHTS zu suchen. Weil 99,9% der schüler, daß eh nicht verstehen und nur mehr verwirrt werden. Worüber man sich eigentlich auch einig ist, aber da immer mehr Physik-Lehramts-Studentin die uni verlassen, die es selber nicht raffen, wirds doch selber gemacht. Und dadurch kommen doch nachher die falschen Vorstellungen, wie, bei einer Kreisbewegung versucht eine Kraft(Zentrifugalkraft) den Körper aus der Kreisbahnahn rauszubewegen usw.

Das ist eine Aufgabe für Zentripetalkraft. Die Zentrifugalkraft kommt in dieser Aufgabe nicht vor!!! Wo soll hier eine Zentrifugalkraft wirken?
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Christian265



Anmeldedatum: 18.04.2008
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: Mo Apr 28, 2008 11:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die Zentrifugalkraft wirkt zum Beispiel auf den Faden.

Unterpunkt a) ist falsch formuliert, keine Frage. Das ändert aber nichts daran, dass man sich der Zentrifugalkraft zur Bestimmung sämtlicher Größen von Interesse bedienen kann. Bekanntermaßen sind die Beträge nun mal gleich. Oder ist bei dir die Zentrifugalkraft nicht die Trägheitskraft des rotierenden Körpers, wie sie etwa ein mitbewegter Beobachter erfahren würde?
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Phytek
Gast





BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 12:18 am    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, an der Schnur wirkt keine Zentrifugalkraft. In nicht beschleunigten Bezugssystemen gibts es keine Zentrifugalkraft. Deswegen heißen solche Kräfte aus Scheinkräfte. Und wir sehen jetzt als Beobachter auf dieses unbeschleunigte Bezugssystem. Und auf die Masse wirkt die Zentripedalkraft, welche die Zugkraft der Schnur ist. Und die Gegenkraft zieht an der Schnur bzw. am Zentrum, wo sie ungefähr befestigt ist. Und da ist KEINE Zentrifugalkraft, die da noch irgendwo dran zieht.

Die Zentrigugalkraft würde nur an der Schnur ziehen, wenn wir die Schnur als eigenes Bezugssystem sehen würden. Was ja albern wäre, in diesem Zusammenhang. das würde kein Schüler verstehen und es hat sich so in Kopf eingesetzt, daß die ihr Leben lang mit dieser falschen Vorstellung rumlaufen bzw. den Zusammenhang garnicht mehr verstehen. Also vergesst diese scheiß Zentrifugalkraft, solange ihr sie nicht wirklich benötigt.
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Phytek
Gast





BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 12:28 am    Titel: Antworten mit Zitat

Na klasse, jetzt schreib ich selber schon ZentriPEDALkraft. Man gewöhnt sich die Fehler anderer irgendwann selber an. Mal sehen, vielleicht werde auch bald einer von den Zentrifugal-Fetischisten.
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Christian265



Anmeldedatum: 18.04.2008
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 9:29 am    Titel: Antworten mit Zitat

Also klar ist doch mal, dass die Schnur, wie Du schon sagtest, eine Zentripetalkraft auf den Körper ausüben muss um diesen auf der Kreisbahn zu halten.

Betrachtet man einfach den Ortsvektor des Körpers in Zylinderkoordinaten, stellt man nach zweifacher Differentiation fest, dass der Betrag der Beschleunigung omega²*r und die Richtung orthogonal zur Tangentialen auf den Mittelpunkt gerichtet ist. Soweit dürften wir uns doch einig sein, oder?

Nun muss doch nach Newton (actio=reactio) eine betraglich gleich große, entgegengesetzt wirkende Kraft vom Körper auf den Faden wirken. Genau diese Kraft (die gleichzeitig auch gerne als Scheinkraft, Trägheitskraft etc. bezeichnet wird) ist zumindest nach der mit bekannten Definition die Zentrifugalkraft. So stellt sich das auch in den Texten auf Wikipedia dar. Es kann also nur sein, dass Deine oder meine Definition der Zentrifugalkraft falsch ist, denn offensichtlich sind wir uns beide einig, was für Kräfte dort wirken, allerdings nicht über deren Nomenklatur. Werde mir bei Gelegenheit nochmal den zugegebenermaßen leicht angestaubten Demtröder zur Hand nehmen.
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Phytek
Gast





BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 1:38 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also in Wiki steht auch viel Mist, weil die auch keine Ahnung haben.Sich im Internet zu informieren bringt nichts. Weil es wirklich KEINE Internerseite die keine Fehler hat. Ich wette, du kannst mir nicht eine Seite im Internet zeigen, auf der keine Fehler sind (außer Skripte von Vorlesungen natürlich).Da muß man schon in ein richtiges Lehrbuch für Physikstudenten gucken. Selbst in Schulbücher ist es manchmal nicht richtig oder zumindest oft unglücklich ausgedrückt, daß die Schüler aufm Holzweg geführt werden.

Du kennst doch wohl die Zugkraft. Genauso wie beim Kraft-gegen-Paar. Wenn von einem Körper eine Kraft auf einem anderen Körper wirkt, wirkt genau diese Kraft von dem anderen Körper entgegengesetzt wieder zurück. Und jetzt sag mir bitte keiner, daß die beiden Kräfte sich ausgleichen und garnix passiert.!!! Genau lesen !!! 3.NEWTONSCHE AXIOM

Genau das gleiche gilt bei der Zugkraft. Wenn eine Schnur an einem Körper zieht, also eine Kraft auf diesem körper auswirkt, dann wirkt die gleiche Kraft am anderem Ende in entgegengesetze Richtung. Das ist die Kraft, die an der schnur zieht bzw. an der Befestigung der Schnur im Zentrum. Und das hat NICHTS mit der Zentrifugalkraft zu tun. Die kommt hier garnicht drinne vor. Kann sie nicht. Wenn bei b.) nach der Kraft gesucht wird, die an der Masse zieht, dann keine Zentrifugalkraft hier vorkommen, die zusätzlich noch an de Schnur zieht. Zentrifugal Kräfte gibt es in NICHTBESCHLEUNIGTEN Bezugssystemen NICHT.

Also vernünftige Physikbücher lesen. Aber keine Informationen ausm Internet nehmen. guckt euch doch mal die haarsträubende Erklärung von wiki über Gweicht/Gewichtskraft (alleine die Unterscheidung ist schon lustig). Das sagt daoch schon alles.
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Phytek
Gast





BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 1:48 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@michael: Ja, hast natürlich Recht. Wir unterscheiden uns eigentlich nur in der Definition der Zentrifugalkraft. sonst sind wir uns einig.

Aber da ist ja das Problem. die Schüler bekommen das richtige ergebnis raus, wenn sie mit der Zentrifugalkraft rechnen. Aber haben eine völlig falsche Vorstellung und verstehen es einfach nicht. Die Gegenkraft ist ja nicht einfach eine andere Kraft, sondern eben NUR die Gegenkraft. Das wird ja auch mit der Gravitationskraft nicht geschnallt. Der mond zieht die Erde an,die Erde zieht den mond an. Aber die Gegenkraft zur Gravitiationskraft ist nicht die Zentrifugalkraft.
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Phytek
Gast





BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 1:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also wenn du deine Information von Wiki hast, versteh ich jetzt garnicht, wieso du das falsch definierst. Denn die Zentrifugalkraft ist dort zumindest mal richtig definiert. Also deine Defintion steht da ganz klar nicht.
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Phytek
Gast





BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 2:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich würde das jetzt einfach mal so ausrechnen. Ist jetzt bißchen schwierig ohne skizze aber ich versuch das mal.

Wir haben also eine Kreisbewegung in einer Ebene die auf der Erdoberfläche. Wobei natürlich die Schnur von der Masse zum Zenrum natürlich nicht in der Ebene liegt. Das kann ja natürlich nicht funktionieren.

Dann rechnen wir doch einfach mal den Umfang des Kreises aus:

Umfang= 6,283m die Geschwindigkeit=v=6,283 m / 10 s = 0,6283 m/s

Dann jetzt die Zentripetalkraft: Fz=m x v² / r = 0,0987 N

Wenn wir jetzt von der Seite auf unser Gebilde gucken, dann wirkt die Fz in Richtung des Zentrums. Die Kraft wirkt also entlang der x-Achse. Okay, die x-Achse muß natürlich mitrotieren bei dieser Darstellung. Aber ist ja nur zur Verdeutlichung. Diese Kraft wirkt von der Schnur auf die Masse. Genauer gesagt, das ist die x-Kompente der Zugkraft der Schnur (Fs). Es wirkt auch noch eine y-Komponente von Fs, da der Winkel der Kraft Fs mit der Horinzontalen nicht 0 ist. Logisch, kann ja auch nicht.

Auf diese Masse wirkt aber nicht nur die Zentripetalkraft (x-Komponente von Fs). Sondern auch noch nicht Gravitationskraft. Also Gewicht= m x g = 2,45 N. Weil wir es jetzt mal ganz genau nehmen wollen mit den Vorzeichen. Das Gewicht ist die Kraft, die ich der Gravitiationskraft entgegenwirken muß, um sie auszugleichen (und nicht die tatsächlich ausgeübte Kraft auf die Erdoberfläche, wie man es so oft anders im internet liest laut wiki usw.) Also das Gewicht hat ein positives vorzeichen, es wirkt ja nach oben entlang der y-Achse. Genau diese Kraft muß jetzt auch die y-Komponente von Fs auf die Masse übertragen. Die Masse kreist ja in der Luft. Also der Vektor der Kraft Fs = (0,0987/2,45)N oder Fs = -(0,0987/2,45)N, halt von welcher seite der x-Achse man es sieht. Wir suchen jetzt also den Betrag Fs. Klar ganz einfach: Satz des Pythagoras. Fs=2,452N. Also stark gerundet, aber er darf natürlich nicht genau 2,45N betragen. Das würde ja nicht funktionieren. Also nicht zuviel runden. Jetzt brauchen wir die Richtung des Vektors. Das wäre dan der arccos(2,45 / 2,452)= 2,31 Grad Celsuis (ne, natürlich nicht. Nur Grad:-)

Also die antwort zu a.) 2,45 N ist die Zentripetalkraft. Ich weigere mich die Zentrifugalkraft auszurechnen.

b.) der Betrag der Zugkraft ist 2,452 N. Dieser zieht natürlich auch an die Schnur. Und NICHT die Zentrifugalkraft. Also es ist nicht nur ein Definitonsproblem. Es kommt auch ein falsche Erbebinsse raus, wenn man mit der Zentifugalkraft nicht umgehen kann.

c.) der Winkel ist 2,31 Grad

Hm, hoffe mal daß, das irgendwie hinkommt und dich die aufgabe richtig verstanden habe.

Und zur Zentrifugalkraft: Wenn wir jetzt die Erdrotation berücksichtigen wollten, dann bräuchten wir die Zentrifugalkraft. Aber NUR aus Sicht des Systems-Erde. Wenn wir das ganze wieder ausm Weltall betrachten würden, dann gibts es wieder KEINE Zentrifugalkraft. (jetzt bitte nicht mit der sonne kommen usw Smile wie wollen es nicht übertreiben.
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Christian265



Anmeldedatum: 18.04.2008
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 3:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Tag nochmal,

ich muss zugeben, dass mich Deine letzten 3 Posts doch irritieren. Wer ist Michael, und was hat er hier geschrieben?

Nunja. Ich habe es mir nochmal angeschaut. Die Zentrifugalkraft wird für ein mitbeschleunigtes Bezugssystem eingeführt, da in diesem System der Körper keine Beschleunigung erfährt, und somit die Summe der Kräfte "0" sein muss.

Ist es denn nun nicht so, dass aus der Anschauung herraus (jeder saß schonmal auf einem Karussel) die Zentrifugalkraft oftmals für Leute mit wenig Erfahrung besser greifbar ist? Soweit ich mich erinnere, wird dies genau beim d'Alembert'schen Prinzip verwendet:

Man verwendet ein mitbewegtes Bezugssystem und bestimmt die Schein/-Trägheitskräfte. Dann betrachtet man das ortsfeste Bezugssystem und stellt die Kräfte- bzw. Momentensummen auf, allerdings unter Betrachtung der zuerst bestimmten Trägheitskräfte als "äussere" Kräfte und ohne Berücksichtugung der Beschleunigung. Hört sich zwar kompliziert an, aber diesen Formalismus führt man dann ja mehr oder weniger automatisiert durch, da diese Trägheitskräfte eben so (angeblich) anschaulich sind. Formt man das derart formulierte Gleichgewicht um, steht da ja nichts anderes als Summe der Kräfte gleich Masse mal Beschleunigung.


Zuletzt bearbeitet von Christian265 am Di Apr 29, 2008 3:36 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Phytek
Gast





BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 3:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Okay zu b.) ist natürlich blöd ausgedrückt. Das wird auch zu umständlich.
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Phytek
Gast





BeitragVerfasst am: Di Apr 29, 2008 4:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Oh tschuldingung. Ich weiß auch nicht, wie ich auf michael komme.

Mit der zentrifugalkraft bekommt man zwar das richtige Ergebnis. Und es ist ja auch ein Lösungsweg. Aber die Schüler stellen sich das dann einfach falsch vor und haben eine völlig falsche Vorstellung von den Kröften.

Es ist ja so, um beim Beispiel mit dem Karussel zu bleiben:

Jeder hat aus der Alltagserfahrung das Gefühl, daß man bei einer Kreisbewegung von einer Kraft nach außen gedrückt wird. Wie beim Karussel halt. Aber das ist ja nicht so. Wenn im Kettenkarussel,die Sitze nicht durch die Ketten verbunden wären, dann würde man ja einfach geradeaus weiterfliegen. Ohne Luftwiederstand würde man natürlich immer geradeaus weiterfliegen. Dafür ist ja keine Kraft notwendig. Also für den Betrag der Geschwindigkeit der Sitze des Karussels, braucht man keine Kraft. Natürlich hab ich auf der erde einen Luftwiederstand, aber das Karussel wird ja mit einem Motor angetrieben (okay, jetzt gehts inne schulphysik). Aber Grundsätzlich, bei einen Konstanter Geschwindigkeit habe ich erstmal keine Kraft.

Die Kreisbewegung der Sitze kommt natürlich durch die Zentripetalkraft zustande, die immer Richtung Zentrum wirkt. Diese Kraft ist die Zugkraft der Ketten, die die an den Sitzen zieht. Dazu gibt es natürlich die Gegenkraft die am anderen ende der Kette zieht. Für den Menschen auf den Sitzen gilt das gleiche. Wäre der Sitz reibungsfrei würde der Mensch einfach geradeaus weiterfliegen. Dafür wird keine Kraft benötigt. Die Zentripetalkraft, die Menschen richtung zentrum drückt und für die Kreisbewegung sorgt ist die Reibungskraft des Sitzes und die Normalkraft der Lehne. Wenn die Lehne eine Kraft auf dich ausübt, wirkt die gleiche Kraft von dir auf die Lehne. Aber das ist keine Zentrifugalkraft, sondern nur die Gegenkraft. Der Mensch übt ja eine Kraft auf die Lehne nach außen aus(Gegenkraft auf die normalkraft der Lehne). Aber auf den Menschen wirkt ja keine Kraft nach außen.

Das muß man sich verdeutlichen. Wenn ein auf einen Körper B eine Kraft ausgeübt wird von Körper A in richtung der positiven x-achse. Dann wirkt diese Kraft auf den Körper B. Auf den Körper A selber wirkt diese Kraft natürlich nicht. Auf den Körper A wirkt die Gegenkraft in Richtung der der negativen x-Achse. Aber diese Kraft wirkt nicht auf den Körper B, sondern kommt von Körper B.

Auf das Karussel bezogen. Die Lehne übt eine Kraft auf den Menschen aus. Die Kraft wirkt auf den Menschen Richtung Zentrum. Diese Kraft selber wirkt nicht auf die Lehne. (Natürlich muß die Kraft irgendwo herkommen, nämlich von den Ketten). Von den Menschen wirkt die Gegenkraft auf die Lehne nach außen. Also auf die Lehne wirkt eine Kraft nach außen. Die vom Menschen kommt. Aber auf den Menschen selber wirkt natürlich keine Kraft nach außen.

Also mal ein Beispiel: Du willst ein Block mit der Masse 1 kg beschleunigen. Du drückst gegen den Block mit 10 N. Auf den block wirkt eine Kraft mit 10 N.Er beschleunigt also mit 10 m/s². Von den Block wirkt eine Gegenkraft auf deinen Körper in die andere richtung. diese Kraft geht vom Block aus, wirkt aber nicht auf ihm. Sonst würden sich die Kräfte ja ausgleichen und der Block würde garnicht beschleunigt. Diese 10 N wirken also auch auf deinen Körper. Da du dich ja auch mitbeschleunigen mußt, mußt auf deinen körper natürlich auch eine Kraft wirken, die größer sein muß als 10N. Klar den Block zu beschleunigen muß ja schwerer sein, als wenn du nur so losläufst und beschleunigst. Sagen wir mal 810N, wenn du so ungefähr 80kg wiegst. Egal wo die 810 N jetzt herkommen. Auf deinen Körper wirken jetzt insgesamt 800N, die dich auch mit 10m/s² beschleunigen.

Das sich zu verinnerlichen. Da haben viele Schüler Schwierigkeiten mit. Wenn man jetzt mit der Fliehkraft ankommt, dann unterstützt man nur die falsche Vorstellung.

Wen ich jetzt nicht das Kettenkarussel als ganzes betrachte, sondern nur das System Sitz-Mensch. Dann habe ich ein beschleunigtes Bezugssystem, dort funktionieren die Newtonschen Axiome nicht. Aus Sicht des Systems Sitz-Mensch, bewegt sich dieses System garnicht. Der Mensch kann nicht nach innen gedrückt werden. In diesem system sieht es so aus, als wenn der mensch von einer Kraft nach außen gedrückt wird. Dieses falsche Bild ist eine Folge daraus, daß die Newtonschen Axiome nicht in beschleunigten Bezugsystemen funktionieren. Denn wo soll die Kraft herkommen? Man kompensiert dieses, in dem man bei einer Beschleunigung in einer Kreisbahn diese Kraft Zentrifugalkraft/Fliehkraft nennt. Aber dies ist nur eine Scheinkraft, weil auf den Menschen ja garkeine Kraft wirkt, sondern dies nur in einem Beschleunigten System so erscheint. Man kann jetzt damit auch rechnen und kommt ja auch alles hin. Aber der Zusammenhang wird meistens nicht Richtig verstanden. Denn die Zentrifugalkraft ist KEINE Kraft die bei einer Kreisbewegung nach außen wirkt. Denn das beschleunigte System Sitz-Mensch, bewegt sich ja garnicht im Kreis. Es wird ja garnicht beschleungt. eine Richtungsänderung ist ja auch eine Beschleunigung.

So, ich hoffe mal, daß das weiter hilft und ich mich nicht irgendwo vertan habe. Ich bin ja nicht nicht der Allwissende:-)
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Phytek
Gast





BeitragVerfasst am: Mi Apr 30, 2008 4:04 am    Titel: Antworten mit Zitat

Der nimmt mir die Worte aus dem Mund:

http://pluslucis.univie.ac.at/PlusLucis/061/s3939.pdf
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