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Wieviel Farad für die Beschleunigung eines Fahrrades


 
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Elektromagetismus :: Eine kleine Transformator-Rechenaufgabe...  
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Mondbasis



Anmeldedatum: 23.04.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: Do Apr 23, 2009 3:24 pm    Titel: Wieviel Farad für die Beschleunigung eines Fahrrades Antworten mit Zitat

Wer hat Lust, folgende Mathe-/Physiknuss zu knacken?

Gegeben sei:

* Fahrrad inkl. Fahrer mit dem Gesamtgewicht 120kg

* Normale physikalische Verhältnisse (waagerechte Fläche, typische Aerodynamik und Reibung, etc.)

* Elektromotorantrieb mit der Betriebsspannung 48V und einem Gesamtwirkungsgrad von 80%

* Der Elektromotor wird gespeist von einem Hochkapazitäts-Kondensator

Wieviel Kapazität in Farad muss der Kondensator aufweisen, um das Fahrrad von Null auf 25km/h zu beschleunigen?

Ich hoffe, ich konnte Euren Tatendrang motivieren. Für Eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.

_________________
Ciao, Mario
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GvC



Anmeldedatum: 22.02.2009
Beiträge: 1387

BeitragVerfasst am: Do Apr 23, 2009 4:48 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist denn "typische Aerodynamik und Reibung"??? Diese Größen hängen von Gestalt, Größe und Haltung des Fahrers sowie von der Gestalt des Fahrrades und dem Reifendruck in Verbindung mit Reifenbreite , Reifebdurchmesser und insbesondere dem Reifendruck ab. Da kannst Du jeden beliebigen Phantasiewert annehmen. Außerdem müsstest Du erstmal ein elektrische Antriebssystem beschreiben, das in der Lage ist, bei beliebiger Spannung 80% der in einem Kondensator gespeicherten elektrischen Energie in mechanische Energie umzusetzen. Sobald der Kondensator beginnt, sich über den Kondensator zu entladen, sinkt doch die Spannung, und zwar bis auf Null, wenn der Kondensator vollständig entladen ist. Wie ein Motor aussieht, der selbst bei minimalen Spannungen noch irgendwelche Leistung abgibt, wüsste ich nicht zu beschreiben.

Aber theoretisch und unter idealisierten Verhältnissen (keine Luft- und Rollreibung, ideales Antriebssystem, das genau dazu in der Lage ist zu machen, was praktisch nicht machbar ist) kann man natürlich irgendeinen Wert nach Energieerhaltungssatz bestimmen, nämlich

Wel = Wkin

C*U²/2 = m*v²/2

---> C = m*(v/U)²

Da bekommst Du einen reinen Phantasiewert von 2,51 F raus. Solche Kondensatoren gibt es zwar schon in relativ kleinen Baugrößen, z.B. für Beleuchtungszwecke per LED, aber sie erlauben auch nur sehr kleine Ströme, sind also nur mit einer sehr geringen Leistung belastbar. Für einen Antrieb benötigte man aber deutlich höhere Ströme; das Fahrad sollte ja innerhalb einer endlichen Zeit beschleunigt werden. Solche Hochleistungskondensatoren sind dann aber entsprechend groß mit hohem Gewicht, das möglicherweise ein Mehrfaches des Fahrergewichts ausmacht und dann auch noch auf dem Fahrrad mit transportiert werden muss.
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Mondbasis



Anmeldedatum: 23.04.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: Do Apr 23, 2009 7:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für Deine Hilfe.

Was passiert denn, wenn ein großer Strom vom Kondensator gezogen wird. Ich dachte, genau dafür sind die aufgrund ihres geringen Innenwiderstandes besonders geeignet?!

_________________
Ciao, Mario
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isi1
Site Admin


Anmeldedatum: 13.03.2007
Beiträge: 2162
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Fr Apr 24, 2009 9:01 am    Titel: Antworten mit Zitat

Mondbasis hat Folgendes geschrieben:
Was passiert denn, wenn ein großer Strom vom Kondensator gezogen wird. Ich dachte, genau dafür sind die aufgrund ihres geringen Innenwiderstandes besonders geeignet?!
Stimmt schon, Mondbasis, was GvC schrieb. Die meisten Supercaps haben einen deutlich höheren Innenwiderstand gegenüber normalen Kondensatoren. Zwischenzeitlich scheint man das Problem gelöst zu haben:
Zitat:
Vor allem in den Power-Hybrid Prototyp Fahrzeugen von BMW (wie im X3 Efficient Dynamics und X5 Efficient Dynamics) werden SuperCaps eingesetzt. Je nach Hersteller werden diese auch als UltraCaps bezeichnet . Letztlich sind SuperCaps Zwei-Schicht Kondensatoren (im englischen Dual Layer Capacitors gennannt). Sehr hohe Leistungsdichten sorgen für Spitzenwerte im Automobil. Die Energiedichte ist dabei aber sehr niedrig und markiert das Schlusslicht in diesem Vergleich. Die Zellenspannung liegt bei ca. 2,5 Volt. Hinsichtlich der Umweltverträglichkeit können SuperCaps ohne Bedenken eingesetzt werden. Bei Tiefsttemperaturen unter -25°C muss man bei SuperCaps Abstriche im maximal möglichen entnehmbaren Strom hinnehmen. Für Mild- und Power Hybridsysteme geeignet.
Auf dem Siemensmessestand hatten sie als Demo eine ordentliche elektrische Bohrmaschine aus einem Supercap gespeist. Die Leistung war beachtlich.


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Grüße aus München, isi •≡≈ ¹₁₂½√∠∞±∫αβγδεηκλπρσφω ΔΣΦΩ
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