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Rollweg Zylindrischer Körper


 
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Kinematik :: elastischer Stoß und waagerechter Wurf  
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MitGlied
Gast





BeitragVerfasst am: Do Mai 28, 2009 7:20 pm    Titel: Rollweg Zylindrischer Körper Antworten mit Zitat

Hallo leute, bin neu hier und hab ein folgendes Problem, welches ich nicht lösen kann.

Aufgabenstellung: Wie weit würde ein Rad( zylindrischer Körper mit der Masse m=20kg und dem Durchmesser d=70cm) eines PKW rollen, wenn es sich bei einer Geschwindigkeit von 72km/h von der Achse lösen würde? Rollreibungskoeffizient beträgt µ=0,04
Hab ein Ergebniss vorgegeben von s=765m komme da aber nicht drauf.

Meine Ansätze:
J=1/2*m*r²=1/2*20*0,35²=1,225kg/m²
Winkelgeschwindigkeit (w)=V/r=72/(3,6*0,35)=57,14 1/s

Dann die kinetische Energie eines rotierenden Körpers:

Wk=J*(w)²/2=1,225*57,14²/2=1999,8J

Goldene Regel der Mechanik W1=W2
Also Rollreibungsarbeit WRR
Wk=WRR

WRR=(µ/r)*FN*s nach s umstelllen =>
s=WRR*r/(FN*µ)=1999,8*0,35/((20*9,81)*0,04)=89,1858m

Ist aber nicht das vorgegebene Ergebniss.. Ich werd noch verrückt..
Hat jemand ne Idee, wo ich nen Fehler mache?
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Frank



Anmeldedatum: 06.05.2009
Beiträge: 603

BeitragVerfasst am: Do Mai 28, 2009 7:41 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Du musst noch die Translationsenergie (Masse mit 72km/h)verbraten.

Das J stimmt wahrscheinlich auch nicht, da die 20kg nicht nur im Umfang, sondern auch weiter innen im Rad verteilt sind.

_________________
MfG. Frank
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Gast






BeitragVerfasst am: Do Mai 28, 2009 7:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Frank hat Folgendes geschrieben:
Du musst noch die Translationsenergie (Masse mit 72km/h)verbraten.

Das J stimmt wahrscheinlich auch nicht, da die 20kg nicht nur im Umfang, sondern auch weiter innen im Rad verteilt sind.


Das Rad soll als Zylindrischer Körper angenommen werden, soviel zum J

Und die Translationsenergie, kann ich grad nichts mit anzeigen?? Hab ich was vernachlässigt??
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MitGlied
Gast





BeitragVerfasst am: Do Mai 28, 2009 8:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hab die Lösung noch immer nicht, weiß nicht so recht wo ich die Translationsenergie hinstecken soll..
Ist das nicht die kinetische Energie?
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Frank



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Beiträge: 603

BeitragVerfasst am: Do Mai 28, 2009 9:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ist das nicht die kinetische Energie?



Kinetische Energie ist Bewegungsenergie, und die steckt in der Rotation und in der Translation. Den Anteil aus der Rotation hast Du ja nun schon, jetzt kommt noch m/2*v² dazu.

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MfG. Frank
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MitGlied
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BeitragVerfasst am: Fr Mai 29, 2009 9:32 am    Titel: Antworten mit Zitat

Gut, das wären Wkin=m/2*v²=20/2*(72/3,6)²=4000J

Fasse ich die beiden Wkin und Wk aus meiner ersten Rechnung zusammen, so erhalte ich rund Wges=6000J

Das eingesetzt in die nach s umgestellte Formel =>

s=Wges*r/(FN*µ)=6000*0,35/(200*0,04)=262,5m

Damit bin ich näher dran am Ergebniss als zuvor, aber noch fehlen mir 500m bis zum Ziel..

mache ich vielleicht einen grundsätzlichen Fehler??
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Frank



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Beiträge: 603

BeitragVerfasst am: Fr Mai 29, 2009 10:22 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ekinrot=2000Nm
Ekintrans=4000Nm
Ekinges=6000Nm

soweit OK.

Freib=µ*m*g=7,848N

s=Ekinges/Freib=764,5m

Versuch nicht gleich alles in eine Formel zu packen. Da verliert man schnell die Übersicht und kann die Zusammenhänge schlechter erkennen.

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MfG. Frank
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BeitragVerfasst am: Fr Mai 29, 2009 10:25 am    Titel: Re: Rollweg Zylindrischer Körper Antworten mit Zitat

MitGlied hat Folgendes geschrieben:
Aufgabenstellung: Wie weit würde ein Rad ( zylindrischer Körper mit der Masse m=20kg und dem Durchmesser d=70cm), wenn es sich bei einer Geschwindigkeit von 72km/h von der Achse lösen würde? Rollreibungskoeffizient beträgt µ=0,04 ( s=765m)
Ich rechne es einfach mal vor:
kin. Energie bei 72km/h = 20m/s: [; J = \frac{mr^2}{2} ;]
[; W_{kin} = \frac{mv^2}{2} + \frac{J\omega^2}{2} =
m/4 * (2v^2 + r^2\cdot (\frac{v}{r})^2 =
\frac{3mv^2}{4}
\\ = \frac{3\cdot 20kg (20m/s)^2}{4} = 6000J ;]

Verbrauchte Energie: [; W_v = \mu\cdot m\cdot g \cdot s = 0,04\cdot 20\cdot g \cdot s ;]

Daraus den Weg: [; s = 764,8m ;]

Edit: Ah, Frank war schneller und hat wahrscheinlich ein anderes g benutzt als ich ( g = 9,80665m/s²) Smile

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MitGlied
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BeitragVerfasst am: Fr Mai 29, 2009 10:52 am    Titel: Antworten mit Zitat

OK, ich hab jetzt erkannt, dass ihr beide die Ekinges durch die FR teilt aber den Radius nicht berücksichtigt..

Wenn ich den nämlich in meiner Rechnung s=Wges*r/(FN*µ) weglasse und einfach s=Wges/(FN*µ) dann komme ich auf s=6000/(196,2*0,04)
dann komme ich auf s=764,501m

Hab aber noch nicht verstanden warum. Die gleichung für die Rollreibungsarbeit lautet doch WRR=(µ/r)*FN*s und wenn ich die nach s umstelle, dann fällt r doch nicht einfach weg..

Muss nochmal tief Luft holen und in mein Tafelwerk eintauchen..
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Frank



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Beiträge: 603

BeitragVerfasst am: Fr Mai 29, 2009 11:15 am    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist ein wenig schlecht dargestellt.

µRR ist eine Zahl, die nur von der Materialpaarung und den Oberflächenrauheiten abhängt.

Der letztlich entscheidente (dimensionslose) Reibfaktor für ein spezielles Rad ist dann: µ=µRR/r

(µ wird also bei gleicher Materialpaarung für größere Räder kleiner.)

Ich war stillschweigend davon ausgegangen, dass µ und nicht µRR gegeben ist, da µRR auch eine Einheit, nämlich Meter hat.

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MfG. Frank
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isi1
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Beiträge: 2162
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BeitragVerfasst am: Fr Mai 29, 2009 12:00 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Der Begriff Rollreibungskoeffizient wird durchaus unterschiedlich gesehen:

http://www.radsportverband.at/top_08_ausbildungen/Mobile%20Leistungsmessung%20Trainerforum08.pdf

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