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Ladungen in die gleiche Richtung bewegt, ziehen sich an?

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Versuch zum Transistoreffekt :: phasenprüfer  
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isi1
Site Admin


Anmeldedatum: 13.03.2007
Beiträge: 2164
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Mi Sep 23, 2009 11:57 am    Titel: Antworten mit Zitat

Jens Blume hat Folgendes geschrieben:
Versuch mal diesen Link (nur Vorzeichen evtl. falsch, Seite 668):
http://www.libreka.de/9783835100206/2?query=physik%20dobrinski#X2ludGVybmFsX0ZsYXNoRmlkZWxpdHk/eG1saWQ9OTc4MzgzNTEwMDIwNiUyRjY2OCZpbWFnZXBhZ2U9NjY4

Sehr guter Link, Jens,

und wie groß sollen wir bei unseren Ionen die Länge l wählen?

Oder anders gefragt:

Wie ist r = Fkt(v), wenn sich die Kräfte gerade aufheben?

_________________
Grüße aus München, isi •≡≈ ¹₁₂½√∠∞±∫αβγδεηκλπρσφω ΔΣΦΩ
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Jens Blume



Anmeldedatum: 25.02.2009
Beiträge: 57

BeitragVerfasst am: Mi Sep 23, 2009 12:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

isi1 hat Folgendes geschrieben:
...
und wie groß sollen wir bei unseren Ionen die Länge l wählen?
..


Ich habe ja zwei Gleichungen angegeben:

Die elektromagnetische Kraft zwischen zwei gleichförmig bewegten Linienladungen der Länge l und dem Abstand r beträgt

F = q·Q/(2·pi·epsilon·r·l) · (1-v²/c²)

und zwischen zwei Punktladungen im Abstand r

F = q·Q/(2·pi·epsilon·r²) · sqrt (1-v²/c²)

Bewegen sich beide Ladungen mit Lichtgeschwindigkeit, so verschwindet die elektromagnetische Kraft.

Der obige Link bezieht sich nur auf die Ableitung der em Kraft für zwei Linienladungen. Eine Linienladung wird zum Beispiel durch einen Ionenstrahl der Länge l gebildet. Zwischen zwei derartigen Ionenstrahlen mit dem Abstand r tritt die em Kraft in rot auf.
-
Wie lange lässt Du denn Deine Ionenquelle eingeschaltet?: l = v·t.

_________________
MfG Jens

www.ev-software.de
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franz_n
Gast





BeitragVerfasst am: Mi Sep 23, 2009 11:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Isi und Jens,

danke nochmals für Eure Beiträge.

@Jens:
Das Buch ist echt gut. Werde es mir evtl. zulegen.
Meine Umformungen schaue ich mir demnächst noch mal an.

Laut Deiner Formel F = q·Q/(2·pi·epsilon·r²) · sqrt (1-v²/c²) stoßen sich die Ionen bei v < c ab, sprich ein Ionenstrahl diffundiert nicht bis auf einen bestimmten Abstand sondern komplett? Und erst bei v = c wirkt keine Kraft mehr auf die Ionen, d.h. ein Strahl aus parallelbewegenden Ionen bleibt konzentriert? Habe ich das richtig verstanden?


Um die Frage zu der Ionenquelle zu beantworten, muss ich weit ausholen. Ich hoffe es interessiert Euch?

Aaalso, die Ionenquelle ist ein einfacher Verdampfer in dem eine saure Flüssigkeit verdampft.
Das entstehende Gas ist teileweise ionisiert (mehr dazu hier: http://www.esdjournal.com/techpapr/prevens/previndx.htm oder google nach Steam Electricity)
und wird durch einen schmalen Spalt zwischen einem Rohr und einem Ferritstab mit ca. 200 m/s bzw. mit ein paar wenigen bar Überdruck gedrückt, d.h. der Ferritstab befindet sich im Rohr und der Stabdurchmesser ist etwas kleiner als der Rohrinnendurchmesser. Die Ionen werden also nicht durch eine Spannung beschleunigt, sondern nur durch Druck.
Das Rohr ist auf ca. 400°C geheizt und dadurch wird ein weiterer Teil des Gases ionisiert (google nach Flow electrification by cavity).
Der Ferritstab ist vormagnetisiert, bildet ein radiales Magnetfeld und lenkt die Ionen ab, so dass sie sich dann kreisförmig um den Ferritstab bewegen.

Einen entsprechenden Versuchsaufbau habe ich bereits und habe auch einige Experimente durchgeführt. In den Experimenten habe ich etwas interessantes beobachtet, der Stab heitzt sich etwa in der Mitte stark auf.
In den letzten Wochen habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen woher das kommt.
Folgende Theorie habe ich:
Die Bewegung der Ionen in dem Gas geht durch die Lorentzkraft von einer geraden in eine kreisförmige über, um den Stab herum. Die Lorentzkraft wirkt dann weiterhin auf die Ionen, aber entgegen der ursprünglichen Bewegungsrichtung, d.h. das Gas erfährt nun Kräfte aus zwei unterschiedlichen Richtungen (Lorentzkraft in die eine und Druck in die andere) und das Gas wird dadurch in dem Rohr komprimiert.
Die Kompression des Gases bewirkt die starke Temperaturerhöhung, meine ich.
Die Aufheizung kann aber auch andere Ursachen haben.
Hier eine Skizze die den Aufbau zeigt: http://www.imgbox.de/users/JohnsEngine/Ionenzentrifuge_20090923.gif

Ein Bekannter, Marc C., meinte, dass noch etwas geschieht. Und zwar werden die Ionen nicht nur abgelenkt, sondern auch noch tangential zum Stab beschleunigt, da die Ionen durch den Druck sich weiterhin längs des Stabes bewegen (also in X-Richtung) und die Lorentzkraft die Ionen um den Stab beschleunigt. Die daraus resultierende hohe Geschwindigkeit der Ionen "bündele" einzelne Strahlen, weil die Lorentzkraft, die auf die Teilchen wirkt und sie anzieht, zunehme, sagt Marc. Hier zwei Grafiken, die von Marc stammen, leider auf französisch aber trotzdem verstehbar: http://www.imgbox.de/users/JohnsEngine/sepionmultispir_von_Marc.jpg und
http://www.imgbox.de/users/JohnsEngine/sepioneffetelectrodynam_von_Marc_C.jpg

An dieser Stelle habe ich mich an Euch gewandt und wollte von Euch wissen, inwieweit das korrekt ist.

Mittlerweile vermute ich, dass es ziemlich egal ist welche Kraft auf die Ionen wirkt.
Denn viel eher scheint mir die starke Aufheizung von der "Lorentzkräftigen" Kompression zu kommen.

Nun will ich aber nicht vom eigentlichen Thema ablenken. Ihr seid willkommen mit mir über die magnetische Kompression zu diskutieren, oder gerne auch über die ursprüngliche Frage.

Grüße
Nach oben
franz_n



Anmeldedatum: 24.09.2009
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: Do Sep 24, 2009 12:04 am    Titel: Antworten mit Zitat

So, jetzt hab ich mich doch mal angemeldet, damit ich meine beiträge auch editieren kann Smile

ich wollte z.B. sagen: "In den Experimenten habe ich etwas Interessantes beobachtet: der Stab heitzt sich etwa im mittleren Bereich stark auf."

Und eins will ich auch nochmal deutlicher ausdrücken:

Marc meint, die Ionen werden durch die Lorentzkraft, die auf die Ionen untereinander wirkt, zusammengezogen und das Gas wird dadurch komprimiert.
Ich meine dagegen, dass die Lorentzkraft, die durch Magnetfeld des Stabs auf die Ionen wirkt, entgegen dem äußeren Überdruck gerichtet ist und dadurch das Gas komprimiert. Ich hoffe ich drücke mich nicht zu unverständlich aus?

und hier nochmal die oben erwähnten Bilder:














Grüße
Franz

_________________
Grüße
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