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Heck Gast
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Verfasst am: Fr Okt 02, 2009 10:55 am Titel: Hallsegel |
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Hi,
kürzlich hat ein bekannter von mir von einen "Hallsegel" gesprochen. Begriff sowie Funktionsprinzip sind mir fremd.
Er erklärte mir, das dieses Hallsegel im Raum in Deckennähe aufgehängt
wird (habe leider keine Angaben zum Material).
Der Zweck davon sollte sein, die Nachhallzeit (künstlich) zu verlängern.
Natürlich habe ich gegoogelt und nichts gefunden, zumindest nicht unter diesem Begriff.
Mit einem Hallsegel könne man sehr lange Nachhallzeiten im Verhältinss zur Raumgrösse erzielen, was wirklich sehr interessant kingt. (~ 6s in 120m3)
Kennt jemand dieses Prinzip?
Kennt jemand andere Methoden um die Nachhallzeit zu verlängern.
Thanks and Cheers
Heck |
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Fritz
Anmeldedatum: 12.07.2009 Beiträge: 1408
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Verfasst am: Fr Okt 02, 2009 2:01 pm Titel: |
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Ich habe mal gehört, dass es möglich ist den Schall an mehreren Stellen im Raum mit Mikrofonen aufzuzeichnen in digitalen Signalprozessoren zu verarbeiten und wieder über Lautsprecher wieder aus zu geben. Damit lässt sich offenbar beinahe jede beliebige Akustik herstellen, je nach dem welches mathematische Modell im Prozessor läuft. Man kann also künstlich Hall erzeugen aber auch einen Raum fast hallfrei machen. (Was IMHO meißt sinnvoller ist)
Ich hab gerade was gefunden: http://de.wikipedia.org/wiki/Hallplatte_(Akustik) vorletzter Absatz.
mfg Fritz |
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Ebs1
Anmeldedatum: 16.09.2009 Beiträge: 117 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Mo Okt 05, 2009 4:21 pm Titel: Hallsegel - Künstliche Verhallung |
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| Fritz hat Folgendes geschrieben: | | Ich habe mal gehört, dass es möglich ist den Schall an mehreren Stellen im Raum mit Mikrofonen aufzuzeichnen in digitalen Signalprozessoren zu verarbeiten und wieder über Lautsprecher wieder aus zu geben. Damit lässt sich offenbar beinahe jede beliebige Akustik herstellen, je nach dem welches mathematische Modell im Prozessor läuft. Man kann also künstlich Hall erzeugen aber auch einen Raum fast hallfrei machen. Was IMHO meist sinnvoller ist. |
Es gibt Verfahren, bei denen mit digitalen Verzögerungs- und Hallgeräten der Schall von der Bühne aufgenommen wird und über viele Lautsprecher
im Saal wiedergegeben wird, wie es zum Beispiel an der zu trocken-klingenden Deutschen Staatsoper unter den Linden in Berlin gemacht wird. Das funktioniert dort recht gut. Das verwendete Verfahren heißt LARES von David Griesinger; siehe dazu folgende Links:
http://www.google.com/search?q=LARES+Griesinger&filter=0
Einen Saalklang elektronisch trockener zu machen, so wie sich das Fritz vorstellt, ist absolut nicht möglich.
Viele Grüße ebs _________________ Forum für Mikrofonaufnahmetechnik
http://www.sengpielaudio.com |
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Fritz
Anmeldedatum: 12.07.2009 Beiträge: 1408
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Verfasst am: Mo Okt 05, 2009 9:06 pm Titel: |
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| Zitat: |
Einen Saalklang elektronisch trockener zu machen, so wie sich das Fritz vorstellt, ist absolut nicht möglich. |
Warum sollte das nicht möglich sein? Im Prinzip müsste man doch "nur" das Systemverhalten eines Raumes kennen und mit genügend Lautsprechern und Mikrofonen ausstatten. Dann müsste man anhand der Systemtheorie einen geeigneten Gegenschall errechnen können. Ganz vollständig geht das natürlich nie, das ist klar.
Ich stell mir das im Prinzip so vor: Jetzt mal eindimensional: Ein Sprecher bei seinem Mikrofon sendet Schallwellen aus. Seine Position im Raum so wie die Raumabmessungen seinen bekannt, dann kann man sich auf Grund der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls ausrechnen wann er an der gegenüberliegenden Wand auftreffen wird. Um dort aber einer Reflexion entgegen zu wirken wird der aufgenommene Schall verstärkt und um die richtige Zeit versetzt dort wiedergegeben. Ganz so einfach kann es natürlich nicht sein, aber im Prinzip...
mfg Firtz |
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Ebs1
Anmeldedatum: 16.09.2009 Beiträge: 117 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Mo Okt 05, 2009 9:30 pm Titel: Hallsegel - Antischall |
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| Fritz hat Folgendes geschrieben: | | Zitat: | | Einen Saalklang elektronisch trockener zu machen, so wie sich das Fritz vorstellt, ist absolut nicht möglich. |
Warum sollte das nicht möglich sein? Im Prinzip müsste man doch "nur" das Systemverhalten eines Raumes kennen und mit genügend Lautsprechern und Mikrofonen ausstatten. Dann müsste man anhand der Systemtheorie einen geeigneten Gegenschall errechnen können. Ganz vollständig geht das natürlich nie, das ist klar. |
Theorie und Prinzip ist ja ganz schön.
Ich möchte gerne theoretisch und praktisch den "Kölner Dom" akustisch "trockenlegen"
Dieses alles läuft unter dem populären Schlagwort "Antischall"; siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Antischall
http://en.wikipedia.org/wiki/Active_noise_control
http://www.google.de/search?q=Antischall&filter=0
Viele Grüße ebs _________________ Forum für Mikrofonaufnahmetechnik
http://www.sengpielaudio.com |
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Fritz
Anmeldedatum: 12.07.2009 Beiträge: 1408
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Verfasst am: Mo Okt 05, 2009 9:41 pm Titel: |
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| Zitat: |
Ich möchte gerne theoretisch und praktisch den "Kölner Dom" akustisch "trockenlegen" Laughing |
Wenn das Denkmalamt nichts dagegen hat das man die Wände gründlich mit Lautsprechern "zupflastert" ließe sich das auch machen
Nein, ernsthaft, du hast natürlich recht, für derart komplizierte Räume wird es sehr schwierig werden den Hall einigermaßen zu unterdrücken.
mfg Fritz |
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heck Gast
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Verfasst am: Di Okt 06, 2009 4:00 pm Titel: Hallsegel |
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Vielen Dank fuer eure Antworten...
Ja das die elektroakustischen Methoden (Mikrophonierung/Beschallung) setzen sich natuerlich ueber alle grenzen der klassischen Akustik hinweg.
Habe die Frage zuwenig praezisiert.
Mich wuerde interessieren ob es physikalisch ueberhaupt irgendwie moeglich ist, ohne zusaetzliche Beschallungselemente und elektronische Hilfe, also mit rein akustischen Methoden, den Nachhall eines raumes zu verlaengern, vergroessern, ohne die Geometrie (begrenzungsflaechen) des des Raumes zu veraendern.
verschwendet nicht allzuviel Zeit.
trotzdem habt fuer jede hirnminute
Vielen dank.
Cheers
Heck |
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Fritz
Anmeldedatum: 12.07.2009 Beiträge: 1408
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Verfasst am: Di Okt 06, 2009 5:00 pm Titel: |
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Eine klare Fragestellung.
Ich würde sagen, den Nachhall verstärken geht relativ leicht in dem man die Wände mit glatten massiven Flächen verkleidet. (Stahlplatten), das fällt bei mir eigentlich nicht unter Geometrieänderung.
Verlängern geht IMHO nicht ohne zusätzliche Wände in den Raum ein zu ziehen. Damit könnte man dann zb. Kammern aus massivem, Schall reflektierenden Material machen, in die der Schall hineinläuft, drinnen ein paar mal hin und her gespiegelt wird und nachher wieder herauskommt.
mfg Fritz |
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