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Temperaturkoeffizient bei X=0


 
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adiabatische Kompression :: Gasvolumen unter extrem hohem Druck  
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jay-be



Anmeldedatum: 18.12.2009
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: Mi Dez 30, 2009 3:16 pm    Titel: Temperaturkoeffizient bei X=0 Antworten mit Zitat

Problem:
Meine Badezimmerwaage zeigt bei 20°C leer 0 kg an.
Wird das Badezimmer beheizt 30°C zeigt sie 3 kg an.
Wie groß ist der Temperaturkoeffizient?

1/X0 * dX(T)/dT geht bei X0 = 0kg schlecht wegen 1/0.

Umgekehrt kommt bei jedem Temperaturkoeffizienten
X(T) = X0 / (1.0 + tk * dT) 0kg = 0kg heraus und nicht 3.

Was stimmt nicht?
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Fritz



Anmeldedatum: 12.07.2009
Beiträge: 1406

BeitragVerfasst am: Fr Jan 01, 2010 2:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Ganz so einfach darf man die Sache nicht betrachten.

Wenn du nach einem Temperaturkoeffizienten fragst musst du dazu angeben wovon. Du hast ja ein Messgerät, dass als Eingang eine Masse und als Ausgang einen Anzeigewert hat. Zwischen diesen beiden Größen kann man eine Kennlinie zeichnen, die im Idealfall eine Gerade ist, die durch den Ursprung geht und die Steigung 1 hat. Die Frage ist nun, was sich an der Kennlinie ändert, wenn sich die Temperatur ändert.

Ich würde raten, dass es sich um einen Offsetfehler handelt, d.h. die Kennlinie ist nach oben oder unten verschoben, d.h. wenn du bei 20°C 0kg misst und bei 30°C 3kg misst, dann müsstest du wenn du zb. 10kg auf die Waage stellts bei 20°C 10kg messen und bei 30°C 13kg.

Der Temperaturkoeffizient des Offsetfehlers ist also: 0.3kg/K

Der Anzeigewert errechnet sich dann so:

A=m+c*T

A...Anzeigewert (kg)
m...Masse (kg)
c...Temperaturkoeffizient des Offsetfehlers (kg/K)
T...Temperatur (°C)

mfg Fritz
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jay-be



Anmeldedatum: 18.12.2009
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: Sa Jan 02, 2010 6:50 am    Titel: Antworten mit Zitat

Fritz hat Folgendes geschrieben:
Hallo

Ganz so einfach darf man die Sache nicht betrachten.

Wenn du nach einem Temperaturkoeffizienten fragst musst du dazu angeben wovon. Du hast ja ein Messgerät, dass als Eingang eine Masse und als Ausgang einen Anzeigewert hat. Zwischen diesen beiden Größen kann man eine Kennlinie zeichnen, die im Idealfall eine Gerade ist, die durch den Ursprung geht und die Steigung 1 hat. Die Frage ist nun, was sich an der Kennlinie ändert, wenn sich die Temperatur ändert.

Ich würde raten, dass es sich um einen Offsetfehler handelt, d.h. die Kennlinie ist nach oben oder unten verschoben, d.h. wenn du bei 20°C 0kg misst und bei 30°C 3kg misst, dann müsstest du wenn du zb. 10kg auf die Waage stellts bei 20°C 10kg messen und bei 30°C 13kg.

Der Temperaturkoeffizient des Offsetfehlers ist also: 0.3kg/K

Der Anzeigewert errechnet sich dann so:

A=m+c*T

A...Anzeigewert (kg)
m...Masse (kg)
c...Temperaturkoeffizient des Offsetfehlers (kg/K)
T...Temperatur (°C)

mfg Fritz


Hallo Fritz, für den 0-Punkt mag das stimmen,
aber der Temperaturkoeefizient bezieht sich ja auf die ganze Kennlinie
die Einheit müsste sein kg/K je kg => 1/K

Ich denk da wird man um 2 weitere Messungen nicht rumkommen.
z.B. bei 20°C 100kg, bei 30°C 107kg, und da wo sich die 20° Kurve
(0, 100) und die 30° Kurve(3, 107) schneiden müsste der richtige 0-Punkt sein.

Und diesen Offset dann zum abgelesenen Gewichtswert dazuzählen,
und dann mit diesen Werten rechnen.

Wenn sich die Geraden z.B. bei -5kg schneiden, würde ich in der
Gleichung für den Temperaturkoeffizienten nicht 0kg und 3kg
sondern 5kg und 8kg verwenden. Und bei -5kg würde es 0 ergeben,
was ja dann auch stimmen würde, oder nicht oder wohl oder doch?

Gruß und ein Mega 2010
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Fritz



Anmeldedatum: 12.07.2009
Beiträge: 1406

BeitragVerfasst am: Sa Jan 02, 2010 1:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

eine zweite Messung mit Gewicht wär definitiv nicht schlecht.

Aber es ist nun mal so, dass man das Temperaturverhalten eines Messgerätes nicht immer nur mit einer Zahl darstellen kann. Wenn nur ein Offsetfehler vorliegt ist das natürlich ein Sonderfall.

Wie gesagt, was sich ändert ist die Kennlinie des Messgerätes. Wie genau sie sich ändert kann man so durch bloßes Hinschauen nicht sagen. Wie du das dann mathematisch modellierst ist deine Sache.

Ich persönlich würde ja eher einen Temperaturabhängigen Offset und eine T-abhängige Verstärkung definieren und den Nullpunkt lassen wo er ist.

Mach doch einfach mal eine 2. Messung, dann wird sich zeigen ob du noch einen 2. Faktor benötigst.

mfg Fritz
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jay-be



Anmeldedatum: 18.12.2009
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: Sa Jan 02, 2010 5:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Fritz hat Folgendes geschrieben:
Ich persönlich würde ja eher einen Temperaturabhängigen Offset und eine T-abhängige Verstärkung definieren und den Nullpunkt lassen wo er ist.


nach heftigem Überlegen denk ich da kommt das Gleiche raus.

Fritz hat Folgendes geschrieben:
Mach doch einfach mal eine 2. Messung, dann wird sich zeigen ob du noch einen 2. Faktor benötigst.


Die Zahlen sind nur fiktiv. Die konkrete Waage hat einen Temperaturkoeffizienten
von ca. 1e-6 1/K klingt wenig, sind bei 20 to aber auch schon 3 kg.
Temperaturmessungen sind nur im Tagesrythmus möglich, weil zum
Aufheizen der Fabrikhalle die Sonne benötigt wird Wink
Somit schwankt auch die Waage im Tagesrythmus. Durch den
Temperaturkoeffizienten will ich das beseitigen, um 2tens zu sehen, was
dann noch an Schwankungen übrigbleibt.
Über die Feiertage lass ich grad eine Aufzeichnung laufen, um
wenigstens für einen Punkt Temperaturwerte zu bekommen.

Aber schon mal vielen Dank, hast mir beim denken gut weitergeholfen.
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