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Potenzial im Kugelkondensator oder allg.
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| Schraubenbahn v. Elektronen durch Magnetfeld :: Fragen zu Maxwell |
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Nachricht |
ReVenGe Gast
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Verfasst am: Di Jan 12, 2010 7:21 pm Titel: Potenzial im Kugelkondensator oder allg. |
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Hey,
könnt ihr mir sagen, wie ich das Potenzial in einem Kondensator beschreiben kann. Bitte in einfachen Worten, Wikipedia war schon zu schwer
Danke im vorraus
mfg |
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GvC
Anmeldedatum: 22.02.2009 Beiträge: 1002
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Verfasst am: Di Jan 12, 2010 7:45 pm Titel: |
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phi = - integr(E ds) + K
Die Integrationskonstante ergibt sich aus der willkürlichen Festlegung des Nullpotentials. Im Kondensator wird üblicherweise einer der beiden Elektroden das Potential Null zugewiesen. Dann hat die andere Elektrode das Potential +U oder -U, je nachdem, in welche Richtung die Spannung angelegt ist. |
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ReVenGe Gast
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Verfasst am: Di Jan 12, 2010 8:00 pm Titel: |
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kannst du mir noch einmal erklären, was die integrationskonstante ist und das nullpotential? phi sol das, das potenzial sein?
mfg |
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Tessa2
Anmeldedatum: 07.12.2008 Beiträge: 196
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Verfasst am: Mi Jan 13, 2010 11:16 am Titel: |
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| ReVenGe hat Folgendes geschrieben: | | kannst du mir noch einmal erklären, was die integrationskonstante ist und das nullpotential? phi sol das, das potenzial sein? | Ohne höhere Mathematik kann man das hier nur schwer erklären, obwohl ein Kugelkondensator völlig symmetrisch ist:
Die elektrische Feldstärke E könnte man leicht erklären mit der Ladung Q der (inneren) Kugel:
Diese Ladung bewirkt außerhalb eine Verschiebung D
auf der Oberfläche A = 4pi r²
D = Q / A
Die Elektrische Feldstärke ist also E = D /ε = Q / (4pi ε r²)
Aber jetzt müssten wir wieder E integrieren, um das Potential zu bekommen. Beim Plattenkondensator kämen wir mit Elementarmathematik aus, aber nicht beim Kugelkondensator.
Vielleicht akzeptiert ReVenGe die Erklärung mit der Kapazität?
Eine Kugel im Raum hat bekanntlich die Kapazität C = r (Radius) in der alten Einheit cm.
Umrechnung 1 cm = 1,1 pF
Mit der Formel Q = C * U kann man sich jetzt U bestimmen (bezogen auf 0V im Unendlichen ist das das Potential beim Radius r). _________________
Liebe Grüße, Tessa. |
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GvC
Anmeldedatum: 22.02.2009 Beiträge: 1002
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Verfasst am: Mi Jan 13, 2010 7:14 pm Titel: |
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Lasst uns mal den Ansatz von Tessa2 weiterverfolgen. Wir sind uns einig, dass die Feldstärke in der Umgebung einer geladenen Kugel sich bestimmt zu
[;E=\frac{Q}{4\pi \epsilon r^2} ;]
Diese Kugel sei die Innenkugel eines Kugelkondensators. Die Ladung ist da nur drauf, weil eine Spannung U zwischen Innen- und Außenkugel angelegt wurde. Dann stellen wir zunächst mal den Zusammenhang zwischen Q und U her, da die Spannung am Kondensator die vorgegebene Größe ist, und nehmen dabei an, dass die Spannung von [; r_i ;] nach [; r_a ;] gerichtet sei, also auch die Feldstärke von der Innenkugel ausgehend radial nach außen gerichtet ist. Dann gilt:
[; U = \int_{r_i}^{r_a} \frac{Q}{4\pi \epsilon r^2}\, dr = \frac{Q}{4\pi \epsilon}\cdot (\frac{1}{r_i} - \frac{1}{r_a}) ;]
Der Ausdruck [; \frac{Q}{4\pi \epsilon} ;] kommt später nochmal vor, und wir können uns merken, dass er nach vorstehender Gleichung durch die Spannung U und die Geometrie des Kugelkondensators ersetzt werden kann:
[;\frac{Q}{4\pi \epsilon} = \frac{U}{\frac{1}{r_i} - \frac{1}{r_a}} ;]
Nun wenden wir die allgemeine Gleichung für das Potential an:
[; \varphi = - \int \frac{Q}{4\pi \epsilon r^2}\, dr = \frac{Q}{4\pi \epsilon r} + K ;]
Die Integrationskonstante hängt nun von der Definition des Nullpotentials ab. In einem begrenzten elektrostatischen Feld definiert man das Nullpotential üblicherweise an der Stelle, an der das Feld endet, in unserem Fall also an der Stelle [; r_a ;]. Also
[; \varphi (r_a) = 0 = \frac{Q}{4\pi \epsilon}\cdot \frac{1}{r_a} + K ;]
Daraus folgt
[; K = - \frac{Q}{4\pi \epsilon}\cdot \frac{1}{r_a} ;]
Eingesetzt in die obige Lösungsgleichung für [; \varphi ;], ergibt sich
[; \varphi = \frac{Q}{4\pi \epsilon}\cdot \frac{1}{r} - \frac{Q}{4\pi \epsilon}\cdot \frac{1}{r_a} = \frac{Q}{4\pi \epsilon}\cdot (\frac{1}{r} - \frac{1}{r_a}) ;]
Nun ersetzen wir noch [; \frac{Q}{4\pi \epsilon} = \frac{U}{\frac{1}{r_i} - \frac{1}{r_a}} ;] und erhalten
[; \varphi = \frac{U}{\frac{1}{r_i} - \frac{1}{r_a}}\cdot (\frac{1}{r} - \frac{1}{r_a}) ;]
Wir hätten natürlich das Nullpotential im Unendlichen definieren können. Dann hätte sich ergeben
[; \varphi = \frac{U}{\frac{1}{r_i} - \frac{1}{r_a}}\cdot \frac{1}{r} ;]
und damit
[; \varphi (r_i) = \frac{U}{\frac{1}{r_i} - \frac{1}{r_a}}\cdot \frac{1}{r_i} ;]
[; \varphi (r_a) = \frac{U}{\frac{1}{r_i} - \frac{1}{r_a}}\cdot \frac{1}{r_a} ;]
Die Potentialdifferenz zwischen Innen- und Außenkugel muss dann natürlich gleich der anliegenden Spannung U sein:
[; \varphi (r_i) - \phi (ra) = \frac{U}{\frac{1}{r_i} - \frac{1}{r_a}}\cdot (\frac{1}{r_i} - \frac{1}{r_a}) = U ;] |
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Tessa2
Anmeldedatum: 07.12.2008 Beiträge: 196
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Verfasst am: Do Jan 14, 2010 12:22 pm Titel: |
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Ich hatte nur eine Kugel genommen, die Außenschalr im Unendlichen.
Wenn ich nun GvCs Formel benutze: | GvC hat Folgendes geschrieben: |
[; U = \int_{r_i}^{r_a} \frac{Q}{4\pi \epsilon r^2}\, dr = \frac{Q}{4\pi \epsilon}\cdot (\frac{1}{r_i} - \frac{1}{r_a}) ;] | ...und die Kapazität errechne mit [; r_a=\infty ;]
[; C =\frac{Q}{U} = \frac{4\pi \epsilon}{\frac{1}{r_i}} = 4\pi \epsilon\cdot r_i = 111,265\frac{pF}{m}\cdot r_i ;]
Nehmen wir nur für [;r_i=1cm;] ergibt sich [; C = 1,11265pF;]
GvCs Ausarbeitung führt also auch zu der oben angegebenen Formel
| Tessa hat Folgendes geschrieben: | Eine Kugel im Raum hat bekanntlich die Kapazität C = r (Radius) in der alten Einheit cm.
Umrechnung 1 cm = 1,1 pF |
_________________
Liebe Grüße, Tessa. |
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