| Gemischte Schaltung :: Leitfähigkeit |
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isi1 Site Admin
Anmeldedatum: 13.03.2007 Beiträge: 2078 Wohnort: München
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Verfasst am: Do Mai 20, 2010 4:46 pm Titel: Würfelnetzwerk aus Widerständen |
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Da ist mir eine Frage untergekommen, die ganz schön schwierig ist:
Es ist ein Würfelnetzwerk aus unendlich nach oben unten, links, rechts, hinten und vorne angefügten Würfeln. Die Kanten bestehen aus gleichen Widerständen R. Gefragt ist der Widerstand zwischen a und b.
Irgend welche Vorschläge? _________________ Grüße aus München, isi •≡≈ ¹₁₂½√∠∞±∫αβγδεηκλπρσφω ΔΣΦΩ |
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evB
Anmeldedatum: 13.03.2010 Beiträge: 511
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Verfasst am: Do Mai 20, 2010 4:57 pm Titel: |
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Also ich bin ja schon mit der 2D Ausführung hoffnungslos überfordert.
Aber müsste man nicht irgendwie ausrechnen könne, wie viele Möglichkeiten es mit der gleichen Länge gibt, und diese nach Kirchhoff aufaddieren können?
Also man 1 Möglichkeit mit 1R. Dann hat man deutlich mehr Strecken mit 3 Widerständen, also den Bogen oben herum, unten herum, nach vorne und nach hinten, also 4 mit 3R.
Damit wäre 1/R = 1/1 + 4/3R + ?/5R + …
Für das 2D Teil gibt es eine Lösung, bei der das Endergebnis sehr einfach ist. Der Weg dahin ist recht kurz, aber wahrscheinlich habe ich ihn gerade daher nicht verstanden … |
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isi1 Site Admin
Anmeldedatum: 13.03.2007 Beiträge: 2078 Wohnort: München
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Verfasst am: Do Mai 20, 2010 5:18 pm Titel: |
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| evB hat Folgendes geschrieben: | | Also ich bin ja schon mit der 2D Ausführung hoffnungslos überfordert. | Das wäre also der Rösselsprung im ebenen Widerstandsgitter, evB.
Würde mich auch sehr interessieren, wie man das errechnet.
Beim Würfelgitter ist klar, dass deutlich weniger als 1*R rauskommen muss,
da zum R noch einiges parallel geschaltet ist. _________________ Grüße aus München, isi •≡≈ ¹₁₂½√∠∞±∫αβγδεηκλπρσφω ΔΣΦΩ |
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evB
Anmeldedatum: 13.03.2010 Beiträge: 511
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Verfasst am: Do Mai 20, 2010 6:10 pm Titel: |
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Weniger als R muss es sein, man hat ja mehr Möglichkeiten.
Ich habe gerade einfach mal das Konvergenzverhalten von n!/n ausprobiert. Also dann man man n! Wege mit n*R hat. Das konvergiert jedoch gegen 0, und das schließe ich zwar nicht komplett aus, aber ich glaube schon, dass ein konstanter Wert herauskommen sollte.
Oder vielleicht irgendein Binominalkoeffizient (n über k)?
Man könnte ja auch ein Programm schreiben, was das ganze rekursiv einfach mal "ausprobiert". Nicht Experimentalphysik sondern -informatik
Bei 4 GB RAM sollte das ja machbar sein  |
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evB
Anmeldedatum: 13.03.2010 Beiträge: 511
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Verfasst am: Fr Mai 21, 2010 12:17 am Titel: |
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Wenn ich jetzt alle Wege ablaufe, wären dann auch Kreise erlaubt? Also dass der Strom einige Extrarunden absolviert (dafür dann mehr Widerstand durchquert)?
Das würde die Programmierung natürlich deutlich vereinfachen, das ganze dann eben Rekursiv nach dem Motto:
Gehe überall in alle Richtungen von A aus und wenn du bei B angekommen bist, meldest du die Anzahl der absolvierten Kanten und hörst auf. Damit das ganze terminiert bricht man nach x Schritten das ganze ab und rechnet zusammen.
Mal schauen, auf dem Rechner hier ist ja Eclipse drauf ... |
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evB
Anmeldedatum: 13.03.2010 Beiträge: 511
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Verfasst am: Fr Mai 21, 2010 12:48 am Titel: |
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Hmm, Eclipse möchte nicht, aber vim ist ja noch da.
Jetzt habe ich mal eine einfache Implementierung zusammengehackt, in der jedoch Kreise und merkwürdige Wege (hin, zurück, hin) auch gelten. So bekommt man deutlich mehr Möglichkeiten und die Impedanz sinkt gewaltig. Mit einer maximalen Weglänge von 9 Kanten sieht es so aus:
| Code: | Steps Paths
1 1
2 0
3 9
4 0
5 166
6 0
7 3789
8 0
9 96282
Z = 8.868011057142929E-5 |
Man ist dann also schon bei 80 Mikroohm, was deutlich kleiner als 1 Ohm ist.
Bei "3 Schritte" würde ich gerade mal 4 Möglichkeiten erwarten, zwei in x-y Ebene, und zwei in y-z Ebene. Jedoch habe ich keine konkrete Idee, wie viele Wege es für 5 Schritte gibt. Gilt da links-rechts-links-rechts-recht, um von A nach B zu kommen? Darf ich bei noch längeren Strecken Kreise machen? Wenn man das alles verbietet bekommt man natürlich einen höheren Widerstand raus, und das könnte eventuell dazu führen, dass ich ein fester Wert einstellt.
Bei einem größeren Wert für die Maximale Kantenzahl (hier 11) wird es noch kleiner:
| Code: | Steps Paths
1 1
2 0
3 9
4 0
5 166
6 0
7 3789
8 0
9 96282
10 0
11 2613438
Z = 4.0182951621907605E-6 |
Als nächsten Schritt schaue ich mal, dass jeder Pfad keinen Punkt zweimal durchschreitet, das sollte dann die Anzahl Pfade drastisch reduzieren. Das dürfte ordentich RAM fressen ....
Zuletzt bearbeitet von evB am Fr Mai 21, 2010 1:05 am, insgesamt einmal bearbeitet |
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GvC
Anmeldedatum: 22.02.2009 Beiträge: 1362
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Verfasst am: Fr Mai 21, 2010 1:02 am Titel: |
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| Diese Aufgabe ist doch ein uralter Hut. Lässt sich per Überlagerungssatz im Kopf rechnen. Ergebnis: Rab = R/3, sofern R der Widerstand zwischen zwei Knoten ist. |
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evB
Anmeldedatum: 13.03.2010 Beiträge: 511
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Verfasst am: Fr Mai 21, 2010 1:06 am Titel: |
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| Ja, aber warum? Kannst du das bitte mal mit Mathematik/Physik auf Gymnasium-LK Niveau erklären? |
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GvC
Anmeldedatum: 22.02.2009 Beiträge: 1362
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Verfasst am: Fr Mai 21, 2010 1:31 am Titel: |
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Eigentlich wollte ich grade ins Bett gehen.
Zur besseren Vorstellung: Stell' Dir vor, Du speist einen Strom I in Knoten a ein und entnimmst ihn am Knoten b (z.B. weil Du zwischen a und b eine Spannung angelegt hast). Nun betrachtest Du die beiden Fälle Stromeinspeisung und Stromentnahme getrennt (das macht man so beim Überlagerungssatz). Am Knoten a greifen 6 Zweige an, also teilt sich der Strom wegen der unendlichen Ausdehnung des Netztwerks und der dadurch bedingten Symmetrie in 6 gleiche Teile auf. Im Zeig a-b fließt also infolge des eingespeisten Stromes ein Strom von I/6. Am Knoten b kommt insgesamt der Strom I wieder an, und zwar wegen der Symmetrie aus jedem der angrenzenden Zweige I/6. Jetzt addierst Du die beiden Stromanteile und erhältst den Strom im Zeig a-b zu I/3. Demnach müssen zwei Drittel des Stromes irgendwie parallel zum Widerstand R fließen. Nach Stromteilerregel muss deshalb der gesamte zum Widerstand in Zweig a-b liegende Widerstand R/2 sein (doppelter Strom heißt bei gleicher Spannung Uab halber Widerstand). Wenn der Widerstand im Zweig a-b R ist, muss der gesamte parallele Widerstand R/2 sein. Die Parallelschaltung R||R/2 ist, sofern man nicht allen elektrotechnischen Grundgesetzmäßigkeiten ins Gesicht schlagen will, gerade R/3. |
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evB
Anmeldedatum: 13.03.2010 Beiträge: 511
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Verfasst am: Fr Mai 21, 2010 11:32 am Titel: |
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Jetzt addierst Du die beiden Stromanteile und erhältst den Strom im Zeig a-b zu I/3.
Aber sind die I/6 nicht auf beiden Seiten die gleichen I/6? Warum rechnet man die zweimal an?
Alles andere erscheint doch logisch, danke für die Erklärung!
Wäre dann in der 2D-Version der Widerstand zwischen bei Punkten 1/4 R?
Und wie macht man das beim verlinkten Rösselsprung im 2D-Gitter? |
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GvC
Anmeldedatum: 22.02.2009 Beiträge: 1362
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Verfasst am: Fr Mai 21, 2010 12:03 pm Titel: |
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| evB hat Folgendes geschrieben: | | Aber sind die I/6 nicht auf beiden Seiten die gleichen I/6? Warum rechnet man die zweimal an? |
Noch einmal: Überlagerungssatz!
Die symmentrische Stromaufteilung in die 6 Zweige ergibt sich doch nur, wenn ich nur einen Strom betrachte, den hinein- oder den herausfließenden. Der hineinfließende Strom macht im Zweig a-b einen Strom von I/6 (aber nur, wenn man den herausfließenden Strom nicht berücksichtigt, denn dann gäbe es keine Symmetrie mehr), der herausfließende Strom macht ebenfalls I/6 im Zweig a-b. Nach Überlagerungssatz muss man nun die Einzelwirkungen (Stromanteile in a-b) infolge der Einzelursachen (1. hineinfließender Strom, 2. herausfließender Strom) addieren. Was sonst sagt der Überlagerungssatz denn aus?
Entsprechend wäre der Gesamtwiderstand in einem zweidimensionalen unendlichen Widerstandsnetzwerk gerade R/2.
Was den Rösselsprung angeht, kannst Du ja auf der gegebenen Grundlage mal selber überlegen. |
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isi1 Site Admin
Anmeldedatum: 13.03.2007 Beiträge: 2078 Wohnort: München
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Verfasst am: Fr Mai 21, 2010 3:52 pm Titel: |
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Perfekt, GvC, wie Du das erklärst.
Hilf uns doch bitte auch beim Rösselsprung.
Noch eine Aufgabe hierzu bringe ich nicht raus:
Ein unendliches ebenes Widerstandsgitter aus lauter Quadraten (wie beim Rösselsprung.
Frage 2: Nur hier ist gefragt: Bestimme Rges von einem Punkt zum diagonal gegenüber liegenden.
Den Widerstand zum Nachbarpunkt verstehe ich : R/2 _________________ Grüße aus München, isi •≡≈ ¹₁₂½√∠∞±∫αβγδεηκλπρσφω ΔΣΦΩ |
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Frank
Anmeldedatum: 06.05.2009 Beiträge: 597
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Verfasst am: Fr Mai 21, 2010 8:27 pm Titel: |
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| Zitat: | | Frage 2: Nur hier ist gefragt: Bestimme Rges von einem Punkt zum diagonal gegenüber liegenden. |
Einen Ansatz für die Stromaufteilung hätte ich.
Die Ströme in den betreffenden Knoten verhalten sich 2/6 zu 2/6 zu 1/6 zu 1/6.
Die größeren Ströme (2/6) gehen dabei in Richtung der "kürzeren" Verbindung.
Wie kommt man nun auf den Widerstand?
Wenn ich annehme, dass der Widerstand der kürzeren Verbindungen durch jeweils 2 Widerstände R in Reihe gebildet wird, kommt man auf eine Parallelschaltung von 2R//2R//4R//4R also
Rges=4/6 *R = 2/3 *R
Ist das OK? _________________ MfG. Frank |
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isi1 Site Admin
Anmeldedatum: 13.03.2007 Beiträge: 2078 Wohnort: München
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Verfasst am: Sa Mai 22, 2010 10:21 am Titel: |
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| Frank hat Folgendes geschrieben: | Einen Ansatz für die Stromaufteilung hätte ich.
Die Ströme in den betreffenden Knoten verhalten sich 2/6 zu 2/6 zu 1/6 zu 1/6.
Die größeren Ströme (2/6) gehen dabei in Richtung der "kürzeren" Verbindung.
Wie kommt man nun auf den Widerstand?
Wenn ich annehme, dass der Widerstand der kürzeren Verbindungen durch jeweils 2 Widerstände R in Reihe gebildet wird, kommt man auf eine Parallelschaltung von 2R//2R//4R//4R also
Rges=4/6 *R = 2/3 *R | Lässt sich mit Worten schwer beschreiben, Frank,
könntest Du bitte die Ströme hier einzeichnen:
Dass die bei dem blauen Kreis aus Symmetriegründen je 1/4 sind, ist mir klar - aber weiter?
 _________________ Grüße aus München, isi •≡≈ ¹₁₂½√∠∞±∫αβγδεηκλπρσφω ΔΣΦΩ |
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Frank
Anmeldedatum: 06.05.2009 Beiträge: 597
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Verfasst am: Sa Mai 22, 2010 3:23 pm Titel: |
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| Zitat: | | Dass die bei dem blauen Kreis aus Symmetriegründen je 1/4 sind, ist mir klar - aber weiter? |
Am nächsten Knoten wird das 1/4 wieder jeweils durch 3 geteilt, also dort ausgehend für jeden Zweig 1/12.
Am diagonalen Knoten kommen so jeweils 2x 1/12 an (und gehen 2x1/12 ab).
Das ganze mit dem 2. Fall überlagert hat man am 2. Knoten für die ankommenden Stränge: (1/4+1/12); (1/4+/12); (1/4-1/12); (1/4-1/12)
Also 1/3; 1/3; 1/6; 1/6
Vielleicht liege ich ja auch falsch.
Wie dem auch sei,
auf jeden Fall allen ein schönes Pfingsten. _________________ MfG. Frank |
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