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Frage zum Effektivwert des Schalldruckes/Anzahl der Quellen
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| Autor |
Nachricht |
Benshee
Anmeldedatum: 28.06.2010 Beiträge: 1
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Verfasst am: Mo Jun 28, 2010 7:09 pm Titel: Frage zum Effektivwert des Schalldruckes/Anzahl der Quellen |
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Hallo,
habe mich gerade frisch registriert und möchte auch gleich mal ein Problem los werden
Und zwar handelt es sich um eine Aufgabe aus einer Übungsklausur bei uns an der Uni.
Sachverhalt: ein Flugzeug fliegt in einer Höhe von 400m über dem Bezugsort auf der Erde und es wird ein Schalldruckpegel von 93 dB gemessen. Gesucht ist:
1. Der Effektivwert des Schallwechseldruckes am Boden und
2. Wieviele Flugzeuge nötig sind um einen Schalldruckpegel von 100 dB zu erreichen.
Meine ersten Überlegungen dazu sind folgende:
zu 1. mit Hilfe der Formel Lp = 20 log (peff/p0)
Lp der Schalldruckpegel, peff der Effektivwert des Schallwechseldrucks und p0=2*10^-5 Pa
Wenn ich das geschickt nach peff umstelle erhalte ich als Wert 0,89 Pa. Nach Begutachtung dieser doch recht simplen Rechnung ist mir aufgefallen, dass die 400m keine Rolle spielen. Ich weiß das sowohl der Schalldruck als auch die Schallintensität mit zunehmender Entfernung von der Schallquelle 1/r bzw 1/r² abnehmen, aber es ist doch nach dem Effektivwert des Schalldruckes am Boden gefragt also spielt das doch eigentlich keine Rolle oder vertue ich mich da irgendwie?
zu 2. Da habe ich vom Prinzip her genau so einfach gerechnet:
Lp= 20 log (peff/p0) + 10 log n
n ist dabei die Anzahl der Schallquellen, damit komme ich bei einem Zuwachs um 7 dB auf ca. 5 zusätzliche Schallquellen. (also 6 Flugzeuge)
Die Formel haben wir in der Vorlesung aus der Annahme das
Lp= 10 log(n*peff²/p0²)
den Schalldruckpegel von n gleichartigen Schallquellen beschreibt und durch Umformung mit Logarithmengesetzen kommt man eben auf das da oben.
Das Ergebnis von 6 scheint mir auch logische zu sein und unter den Vorraussetzungen auch richtig. Nun ist aber die Frage ob ich das einfach so annehmen kann, ohne auf die Abnahme des Schalldruckes von der Quelle aus zu achten. Irgendwie verwirrt mich das alles. Meine Annahme ist jetzt einfach dass die Abnahme ja immer das selbe Verhältnis hat und dadurch ich die 400m in meine Berechnung nicht einbringen muss oder etwa doch?
Also wenn jemand Antworten auf meine Fragen hat, wäre ich sehr dankbar. Das ist nämlich Prüfungsvorbereitung
Also danke schonmal und bis später.
Zusatzfrage:
In einer anderen Audfgabe wird nach der akustischen Leistung Pak gefragt für den Fall von einem Flugzeug und ohne ungerichtete Abstrahlung und Luftabsorptionsdämpfung.
Meine Rechnung ist folgende:
Pak = I * A mit A = 4*pi*r² (r=400m, kugelförmige Abstrahlquelle) und I = peff/Z0 (Zo=413,5 N*s/m³, peff=0,89Pa Ergebnis aus der ersten Rechnung oben, da Abstand der selbe (400m))
Pak = 4327 W
Meinem Wissensstand zu Folge nimmt die Schallleistung im Gegensatz zur Druck und Intensität mit dem Abstand nicht ab, deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass die Formel richtig ist, weil die 400m und der geminderte peff Wert ja enthalten sind.
Ist das richtig oder sagt mir die Aussage ohne Luftabsorptionsdämpfung, dass die Schallintensität nicht abnimmt?
Grüße
Benshee
P.S.: Leider habe ich keine Lösung zu den Aufgaben sonst wäre vieles einfacher :/ |
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Ebs1
Anmeldedatum: 16.09.2009 Beiträge: 117 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Do Jul 01, 2010 5:05 pm Titel: Re: Frage zum Schalldruck-Effektivwert / Quellenanzahl |
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In der Physik wird überwiegend die Schalldruckamplitude - also der Scheitelwert (Spitzenwert) des Schallwechseldrucks - als Maßeinheit verwendet. In der Tontechnik nimmt man beim beim Schalldruck ausschließlich den Effektivwert in Pascal. Die Akustik nutzt beide Werte - also aufpassen. Der Schalldruck bei der festgelegten "Hörschwelle" ist ohne Frage der Effektivwert po = 20 µPa = 2*10^-5 Pa. Deshalb gehe ich immer vom Effektivwert (!) aus, den auch ein Schallmesser misst. Als hörender Mensch weiß ich, dass meine Trommelfelle nur vom Schallwechseldruck (Schalldruck) in Pascal = N/m² bewegt werden.
| Benshee hat Folgendes geschrieben: | Sachverhalt: ein Flugzeug fliegt in einer Höhe von 400 m über dem Bezugsort auf der Erde
und es wird ein Schalldruckpegel von Lp = 93 dB gemessen. Gesucht ist:
1. Der Effektivwert des Schallwechseldruckes p am Boden und
2. wieviele Flugzeuge nötig sind, um einen Gesamt-Schalldruckpegel von Lp = 100 dB zu erreichen. |
Hier soll 400 m unter dem Flugzeug Lp = 93 dB als Schalldruckpegel gemessen werden.
Dann ist die Antwort zu Frage 1: Schalldruck peff = po * 10^(Lp/20) = 0,00002 * 10^(93/20) = 0.893367 Pa; siehe:
Umrechnen von Schallgrößen (Pegel):
http://www.sengpielaudio.com/Rechner-schallpegel.htm
Addieren von gleichstarken inkohärenten Schallsignalen:
Formeln: Δ L = 10 * log (n) oder n = 10^(Δ L/10)
Δ L = Pegelzunahme; n = Anzahl der gleichlauten Schallquellen.
Zwischen 93 dB, dem Schalldruckpegel "eines" Flugzeugs und 100 dB ist eine Pegeldifferenz von Δ L = 7 dB.
Antwort zu Frage 2: n = 10^(Δ L/10) = 10^(7/10) = 5.
Also sind 5 gleich-hoch fliegendene Flugzeuge gleichen Typs theoretisch nötig, um auf der Erde einen Summen-Schalldruckpegel von 93 + 7 = 100 dB zu ergeben; siehe:
Addition akustischer Pegel von Schallquellen - Addieren von gleichstarken inkohärenten Schallsignalen:
http://www.sengpielaudio.com/Rechner-spl.htm
| Benshee hat Folgendes geschrieben: | Zusatzfrage:
In einer anderen Aufgabe wird nach der akustischen Leistung (Schallleistung) Pak gefragt für den Fall von einem Flugzeug
und ohne ungerichtete Abstrahlung und Luftabsorptionsdämpfung.
Meine Rechnung ist folgende:
Pak = I * A mit A = 4 * pi * r² (r = 400 m, kugelförmige Abstrahlquelle) und I = peff/Zo ???
(Zo = 413,5 N*s/m³, peff = 0,89 Pa Ergebnis aus der ersten Rechnung oben, da Abstand derselbe (400 m))
Pak = 4327 W
Meinem Wissensstand zu Folge nimmt die Schallleistung im Gegensatz zum Druck und zur Intensität mit dem Abstand nicht ab, deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass die Formel richtig ist, weil die 400 m und der geminderte peff Wert ja enthalten sind. Ist das richtig oder sagt mir die Aussage ohne Luftabsorptionsdämpfung, dass die Schallintensität nicht abnimmt? |
Die angegebene Gleichung "I = peff / Zo" ist nicht richtig; siehe:
Zusammenhang der akustischen Größen (Schallgrößen):
http://www.sengpielaudio.com/ZusammenhangDerAkustischenGroessen.pdf
I = peff² / Zo = 0,893367184² / 413,5 = 0.00193 W/m²
A = 4 * pi * r² = 2010619,3 m²
Pak = I * A = 0,00193 * 2010619,3 = 3880,5 W
Die Schallintensität (Schallenergiegröße) nimmt immer mit der Entfernung 1/r² von der Schallquelle ab. Dagegen nimmt der Schalldruck (Schallfeldgröße) immer schlicht mit 1/r (ohne Quadrat!) von der Schallquelle ab. Dagegen gehört die Schallleistung fest zur Schallquelle. Niemals kann die Schallleistung mit der Entfernung abnehmen. Eine 100-Watt-Glühlampe ist in 10 m oder in 100 m Entfernung immer noch eine "100 Watt"-Glühlampe.
Viele Grüße ebs
PS: Unterschiedliche Gleichungen in den Büchern − Effektivwert oder Scheitelwert (Spitzenwert)?
http://www.sengpielaudio.com/dB-Tabelle.htm
Bitte dazu ganz unten auf der Seite lesen.
Die Schallenergiegröße (Schallleistung und Schallintensität) überlasse ich den Berechnungen der Akustiker (Schallschützer oder Lärmbekämpfer).
"Subjektiv empfundene Lautstärke (Lautheit), objektiv gemessener Schalldruck (Spannung) und theoretisch berechnete Schallintensität (Schallleistung)":
http://www.sengpielaudio.com/Rechner-pegelaenderung.htm _________________ Forum für Mikrofonaufnahmetechnik
http://www.sengpielaudio.com |
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