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Verhalten Folie auf Schale unter Vakuum


 
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Neigungswinkel... :: Kreisbewegung 2  
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dr.vogel



Anmeldedatum: 29.06.2010
Beiträge: 2
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: Di Jun 29, 2010 5:09 pm    Titel: Verhalten Folie auf Schale unter Vakuum Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich mache mir grad über folgendes Gedanken:

Ich habe ein Becherglas mit größerem Durchmesser (so eine Art Schale aus dem Chemielabor). Darauf spanne ich eine Folie, dehnbar, die ohne eine Einwirkung von Außen eine nahezu glatte Fläche bildet (natürlich nur durch FG belastet). Jetzt ziehe ich in der Schale einen Unterdruck, erst schwach, dann stärker. Natürlich wird sich die Folie nach innen ziehen. Ich frage mich nur, wie sie sich verhalten wird, also wie die Form der Folie aussehen wird. Wird aus der Fläche eine Kettenlinie oder eine Parabel.
Ich könnte mir vorstellen, dass - je stärker der Unterdruck in der Schale werden wir - sich die Form natürlich ändern wird. Von der Ebene-->Kettenlinie-->Parabel-->nahezu perfekter Teilkreis!?

Was meint Ihr dazu?

Und welchen Einfluss wird die Spannung der Folie haben (am Rand der Schale größer)?

Grüße
Christian
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GvC



Anmeldedatum: 22.02.2009
Beiträge: 1362

BeitragVerfasst am: Di Jun 29, 2010 5:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin zwar nicht ganz sicher, da aber der Unterdruck an allen Stellen der Folie derselbe ist, hast Du dieselben Verhältnisse wie bei einer Kette im zweidimensionalen Fall. Ein Schnitt entlang des Durchmessers der Folie dürfte deshalb eben eine Kettenlinie sein.
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Frank



Anmeldedatum: 06.05.2009
Beiträge: 597

BeitragVerfasst am: Di Jun 29, 2010 5:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich bin zwar nicht ganz sicher, da aber der Unterdruck an allen Stellen der Folie derselbe ist, hast Du dieselben Verhältnisse wie bei einer Kette im zweidimensionalen Fall. Ein Schnitt entlang des Durchmessers der Folie dürfte deshalb eben eine Kettenlinie sein.


Mit der Kettenlinie könnte es klappen, sicher bin ich mir da aber auch noch nicht.

Allerdings dürfte das aber nur in erster Näherung für relativ "flache" Kettenlinien gelten, da der Druck allseitig und nicht nur nach unten wirkt. Je tiefer die Wölbung, desto mehr macht sich die "seitliche" Komponente des Drucks bemerkbar.

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MfG. Frank
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isi1
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Anmeldedatum: 13.03.2007
Beiträge: 2078
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BeitragVerfasst am: Di Jun 29, 2010 6:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Sollte es nicht eine Kugelkalotte geben, ich denke da an den Luftballon?

Berechnen wir es halt mal, wenn das Hooksche Gesetz gilt.

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Frank



Anmeldedatum: 06.05.2009
Beiträge: 597

BeitragVerfasst am: Di Jun 29, 2010 8:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

isi1 hat Folgendes geschrieben:
Sollte es nicht eine Kugelkalotte geben, ich denke da an den Luftballon?


Klingt plausibel.


isi1 hat Folgendes geschrieben:
Berechnen wir es halt mal, wenn das Hooksche Gesetz gilt.


Dann darf man aber den Druck nicht einfach durch eine Flächenlast ersetzen, sonst kommt man wieder zur Kettenlinie .

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MfG. Frank
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isi1
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Anmeldedatum: 13.03.2007
Beiträge: 2078
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Di Jun 29, 2010 8:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Frank hat Folgendes geschrieben:
Dann darf man aber den Druck nicht einfach durch eine Flächenlast ersetzen, sonst kommt man wieder zur Kettenlinie.
Ich dachte, der Bernoulli hätte die Kettenlinie nur dann statt der Parabel errechnet, wenn die Kette ein Eigengewicht hat.

Gilt denn die Kettenlinie auch bei rotationssymmetrischen Objekten, nicht nur bei linearen?

Ich dachte so:
Bei der Versuchsanordnung ist an jeder Stelle die (Druck-)Kraft senkrecht auf der Membran, das erfordert bei der gleichen Dehnung die gleiche Krümmung.
Unsicher bin ich nur, ob die Dehnung wirklich gleich ist bei fest mit dem Ring verbundener kugeliger Membran.

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Frank



Anmeldedatum: 06.05.2009
Beiträge: 597

BeitragVerfasst am: Di Jun 29, 2010 9:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich dachte, der Bernoulli hätte die Kettenlinie nur dann statt der Parabel errechnet, wenn die Kette ein Eigengewicht hat.


Ich bin mir nicht sicher, ob Kettenlinie überhaupt richtig ist. In der Kette gibt es ja keine Biegespannungen.

Zitat:
Bei der Versuchsanordnung ist an jeder Stelle die (Druck-)Kraft senkrecht auf der Membran,...


...senkrecht zur gebogenen Membranoberfläche.

Ich denke mit der Kugelkalotte liegst Du richtig.

Das Nachzurechnen ist mir aber jetzt zu aufwändig. Da bräuchte ich wohl auch einen Nachmittag dafür, so sehr stehe ich dann doch nicht mehr im Stoff. Embarassed

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MfG. Frank
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dr.vogel



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Beiträge: 2
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BeitragVerfasst am: Di Jun 29, 2010 10:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hi, schonmal vielen Dank für Eure tollen Antworten. Die Kugelkalotte kam auch in weiteren Überlegungen vor, die ich mit meinem Kollegen angestellt habe. Was mir noch nicht ganz klar ist, ob wirklich die ganze Zeit, also bei einem Druck innerhalb der Anordnung - also unter der Folie -, der gegen Null geht (Vakuum wird immer größer), eine gebogene Membran gleichen Typs auftritt.
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isi1
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Beiträge: 2078
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Di Jun 29, 2010 10:14 pm    Titel: Antworten mit Zitat

dr.vogel hat Folgendes geschrieben:
Hi, schonmal vielen Dank für Eure tollen Antworten. Die Kugelkalotte kam auch in weiteren Überlegungen vor, die ich mit meinem Kollegen angestellt habe. Was mir noch nicht ganz klar ist, ob wirklich die ganze Zeit, also bei einem Druck innerhalb der Anordnung - also unter der Folie -, der gegen Null geht (Vakuum wird immer größer), eine gebogene Membran gleichen Typs auftritt.
Die Membran wird am Rande wohl nur in radialer Richtung gedehnt, dr.vogel, während dessen sie in der Mitte in allen Richtungen gedehnt wird.
Ich vermute, dass das der Kugel insofern widerspricht, dass die Flächenkrümmung wohl nicht überall gleich sein kann, was vermutlich für die Kugel notwendig wäre.

Habt ihr es mal mit Simulation versucht?

Wäre nett von Dir, uns weiterhin auf dem Laufenden zu halten.

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