| Aufgaben zur elektrischen Feldstärke :: Berechnung der elektrischen Feldstärke |
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Nachricht |
Fritz
Anmeldedatum: 12.07.2009 Beiträge: 1408
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Verfasst am: Di Aug 31, 2010 1:36 pm Titel: |
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Was soll den das jetzt wieder heißen?
Außerdem meint man mit f' eigentlich die Ableitung nach x.
Will man nach nach t ableiten schreibt man normalerweise (und jetzt muss auch ich ausnahmsweise Latex im Forum verwenden)
[;\frac{df(t)}{dt}=\dot f;]
| Zitat: |
Berechnen sie Uc mit der Formel: Uc =-L*(d²Qc/dt²) |
Setz doch bitte mal:
Qc=C*Uc
in die Gleichung ein.
Fällt dir was auf?
mfg Fritz |
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GvC
Anmeldedatum: 22.02.2009 Beiträge: 1362
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Verfasst am: Di Aug 31, 2010 1:54 pm Titel: |
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| Meddoc hat Folgendes geschrieben: | das meinte ich:
ds/dt = f'(s) = t
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Falsch! Sofern mit s eine Strecke gemeint ist, ist die zeitliche Ableitung davon die Geschwindigkeit v und nicht die Zeit t. Das hat Dir Fritz doch sehr ausführlich erklärt. Außerdem emtspricht es doch der Alltagserfahrung, dass eine zurückgelegte Strecke, und sei sie noch so klein, z.B. differentiell klein (ds), dividiert durch die zugehörige Zeit (dt) gleich der Geschwindigkeit (v) ist.
| Meddoc hat Folgendes geschrieben: | | Berechnen sie Uc mit der Formel: Uc =-L*(d²Qc/dt²) |
Das lässt sich nur lösen, wenn Du die Zeitfunktion Qc(t) kennst. Auch das hat Dir Fritz bereits ausführlich erläutert. Außerdem ist das hier vermutlich ein ganz anderer Zusammenhang, so wie das Fritz bereits angedeutet hat (---> Differentialgleichung). |
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Meddoc
Anmeldedatum: 22.08.2010 Beiträge: 43
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Verfasst am: Di Aug 31, 2010 5:38 pm Titel: |
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v= ds/dt heißt doch nichts anderes wie: v = die Ableitung der Strecke nach der Zeit. (so entnehme ich es aus der Erklärung von Fritz). Wenn das falsch ist, habe ich nichts verstanden. D.h. ich habe eine Funktion der Strecke nach der Zeit (s,t-Diagramm) und leite diese Funktion ab womit ich genau ds/dt erfüllt habe. Nun kann ich jeden beliebigen Zeitpunkt in meine Ableitung einsetzen und habe die Momentangeschwindigkeit.
Was Fritz' Aufforderung angeht:
Uc=-L*[d²(C*Uc)/dt² --> mir fällt nichts auf.
Ich will doch eigentlich nur wissen ob d²x/dz (im Beispiel d²Qc/dt²) die 2te Ableitung der Spannung am Kondensator nach der Zeit ist, oder etwas anderes.
(ps: ich hab mir nicht ausgesucht Physik in meinem Studium zu haben und möchte auch nicht alles zu 100% verstehen, sondern vielmehr anwenden [Zeitproblem -- Medizinstudium])
lG |
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Fritz
Anmeldedatum: 12.07.2009 Beiträge: 1408
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Verfasst am: Di Aug 31, 2010 11:41 pm Titel: |
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Soweit kann man es ja stehen lassen.
Aber was soll das
heißen?
| Zitat: |
Ich will doch eigentlich nur wissen ob d²x/dz (im Beispiel d²Qc/dt²) die 2te Ableitung der Spannung am Kondensator nach der Zeit ist, oder etwas anderes. |
Eigentlich die 2. Ableitung der Ladung nach der Zeit.
| Zitat: |
Uc=-L*[d²(C*Uc)/dt² --> mir fällt nichts auf. |
Was dir jetzt auffallen sollte ist , dass das Uc, dass du ja ausrechen möchtest auf beiden Seiten der Gleichung vorkommt.
Einfach ausrechnen geht also nicht. Das Ganze Ding ist eben eine Differentialgleichung, das habe ich versucht dir damit zu erklären.
Wenn du willst kann ich dir zeigen wie man diese Gleichung löst, ich habe allerdings das Gefühl, dass du schon mit dem Differentialbegriff ein wenig überfordert bist.
mfg Fritz |
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Meddoc
Anmeldedatum: 22.08.2010 Beiträge: 43
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Verfasst am: Mi Sep 01, 2010 11:32 am Titel: |
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Hi Fritz,
Gut, dass ich doch etwas verstanden habe.
Ich habe etwas geübt und komme mit dem Differentialbegriff recht gut klar, sodass Du mir gern zeigen kannst, wie man diese Gleichung löst.
Ich habe etwas recherchiert und habe als Lösung dieser Gleichung folgendes gefunden:
f=Wurzel aus (1/L*C)
lG |
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Fritz
Anmeldedatum: 12.07.2009 Beiträge: 1408
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Verfasst am: Mi Sep 01, 2010 12:30 pm Titel: |
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| Zitat: |
f=Wurzel aus (1/L*C) |
Das ist nicht ganz richtig, es fehlen 2 π, außerdem kommt in der Differentialgleichung gar kein f vor
Also gut, betrachten wir die Differentialgleichung 2. Ordnung:
Uc=-L*d²(C*Uc)/dt²
Als erstes erkennen wir, das C konstant ist und deshalb nach vorne gezogen werden kann, es bleibt also:
Uc = -L*C* d²Uc/dt²
Jetzt haben wir das Uc bzw seine Ableitung auf beiden Seiten extrahiert.
Das geübte Auge erkennt, dass es sich um eine harmonische Differentialgleichung 2. Orndung handelt, außerdem fehlt der Dämfungsterm.
Der gängige Weg so etwas zu lösen ist es eine Ansatzfunktion zu verwenden, und nachher noch unbekannte Parameter bestimmt werden.
Da man außerdem ja schon weiß, dass das Ganze eine Schwingung beschreiben soll nehmen wählen wir einfach mal eine Sinusfunktion als Ansatz:
Uc(t)=A*sin(ω*t)
Dies beschreibt eine Schwingung mit der Amplitude A und der Kreisfrequenz ω. Diese beiden Parameter sind noch unbekannt.
Jetzt setzen wird diese Funktion einfach mal in die Differentialgleichung ein und überprüfen ob sie die Gleichung erfüllt.
Dazu muss aber erst die 2. Ableitung der Ansatzfunktion berechnet werden.
Das darfst du nun als kleine Übung machen, anschließend setzt du die beiden Terme einfach ein und schreibst die Gleichung noch mal an, ich kann es ja schon
Dann gehts weiter.
mfg Fritz |
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GvC
Anmeldedatum: 22.02.2009 Beiträge: 1362
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Verfasst am: Mi Sep 01, 2010 1:12 pm Titel: |
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Der Ansatz von Fritz, "einfach mal" die Sinusfunktion als Ansatz zu wählen, lässt sich auch logisch begründen. Eigentlich geht das Verfahren über Trennung der Variablen und den sog. Exponentialansatz. Das ist was für Mathematiker und für Dich zurzeit womöglich nicht geeignet. Also logische Überlegung:
Du hattest ja schon die Gleichung
[; u_c = -L*\frac{d^2(C*u_c)}{dt} ;]
[; u_c + L*\frac{d^2(C*u_c)}{dt} = 0 ;]
Beim Differenzieren bleibt ein konstanter Faktor erhalten. Du kannst also das C vor den Differentialquotienten schreiben.
[; u_c + L*C*\frac{d^2u_c}{dt} = 0 ;]
Deine Formel zeigt zwei Terme, deren positive Summe Null ergibt. Daraus lassen sich zwei Bedingungen herleiten, die die Lösung erfüllen muss:
1. Die zweite Ableitung der gesuchten Zeitfunktion uc(t) muss ein anderes Vorzeichen haben als uc.
2. Die zweite Ableitung der gesuchten Zeitfunktion uc(t) muss dieselbe zeitliche Abhängigkeit aufweisen wie die Funktion uc(t) selbst.
Diese beiden Bedingungen sind nur erfüllt, wenn uc(t) eine Sinus- oder Kosinusfunktion ist, also die Form hat
[; u_c = \hat U sin(\omega t) ;]
oder
[; u_c = \hat U cos(\omega t) ;]
Beide Lösungen sind gleichwertig und unterscheiden sich nur durch einen um eine Viertelperiode verschobenen Nullzeitpunkt. Für die stationäre Lösung ist das ohne Belang. |
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Fritz
Anmeldedatum: 12.07.2009 Beiträge: 1408
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Verfasst am: Mi Sep 01, 2010 2:58 pm Titel: |
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Ich wollte Meddoc die Großteil der Theorie eigentlich ersparen, aber trotzdem vielen Dank @GvC
| Zitat: |
Eigentlich geht das Verfahren über Trennung der Variablen und den sog. Exponentialansatz |
Trennung der Variablen bei einer DGL 2. Ordung?
| Zitat: |
1. Die zweite Ableitung der gesuchten Zeitfunktion uc(t) muss ein anderes Vorzeichen haben als uc.
2. Die zweite Ableitung der gesuchten Zeitfunktion uc(t) muss dieselbe zeitliche Abhängigkeit aufweisen wie die Funktion uc(t) selbst.
Diese beiden Bedingungen sind nur erfüllt, wenn uc(t) eine Sinus- oder Kosinusfunktion ist |
Lässt sich das auch mathematisch beweisen?
mfg Fritz |
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GvC
Anmeldedatum: 22.02.2009 Beiträge: 1362
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Verfasst am: Mi Sep 01, 2010 3:49 pm Titel: |
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| Fritz hat Folgendes geschrieben: | | Trennung der Variablen bei einer DGL 2. Ordung? |
Hast natürlich recht! Das war Quatsch. Aber Exponentialansatz ist richtig.
| Fritz hat Folgendes geschrieben: | | Lässt sich das auch mathematisch beweisen? |
Was meinst Du damit? Was genau willst Du bewiesen haben? Oder ist die Frage an Meddoc gerichtet? |
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Fritz
Anmeldedatum: 12.07.2009 Beiträge: 1408
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Verfasst am: Mi Sep 01, 2010 4:21 pm Titel: |
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| Zitat: |
Diese beiden Bedingungen sind nur erfüllt, wenn uc(t) eine Sinus- oder Kosinusfunktion ist |
Gibt es wirklich keine anderen Funktionen die diese Bedingungen erfüllen? (Außer der Null-Funktion) |
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GvC
Anmeldedatum: 22.02.2009 Beiträge: 1362
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Verfasst am: Mi Sep 01, 2010 4:43 pm Titel: |
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Nein, ich kann nicht beweisen, dass es keine anderen Funktionen gibt, die die genannten Bedingungen erfüllen. Bin kein Mathematiker, sondern Ingenieur. (Dagegen lässt sich natürlich sofort beweisen, dass die Sinus- oder Kosinusfunktion diese beiden Bedingungen erfüllt. Das ist trivial.)
Aber entfernen wir uns hier nicht zu weit vom Interesse des Threadstellers, der ja schon mit der Alltagsmathematik offenbar nicht so richtig was anfangen kann? Ich wollte ihm mit meinem Tipp ja nur eine Hilfestellung geben, wie man auch ohne viel Mathematik auf den Lösungsansatz kommen kann. |
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