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Körperschwerpunktsverlauf


 
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Der Stoß :: Signalanalyse (mit fft?)  
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lentschgal



Anmeldedatum: 02.11.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Mi Jan 04, 2012 11:19 am    Titel: Körperschwerpunktsverlauf Antworten mit Zitat

Hallo,
ich habe eine Frage:
Ich habe ein Video indem eine Person sich in einem Rad bewegt. Nun habe ich den Körperschwerpunkt von der Person und will dessen Verlauf anzeigen. Nun will ich mich versichern, dass ich es richtig gemacht habe...
Also ich habe x und y koordinate von dem gesamten KSP gerechnet und von pixel in cm umgewandelt. Danach habe ich die X Koordinate vom KSP genommen und sie durch die Zeit (sec) dividiert um auf die Geschwindigkeit zu kommen. weiter zu Ekin=(1/2)*m*v^2 und Epot=m*g*delta_y_KSP

(detla_y_KSP = Wegveränderung zwischen zwei Bildern in cm)

Die Summe von Ekin und Epot habe ich mithilfe von Exel in einer Grafik dargestellt...

Ich bin leider kein Genie aber ich habe das gefühl dass wenn ich die gesamte aufgewendete Energie ausdrücken will auch das Rad berücksichtigen muss... oder?? und wenn ja wie??

mach ich das mit dem Steinersatz J=J_s+ r^2∙m - aber wie komme ich auf die Massenträgheitsmomente???

bitte bitte um Hilfe!! Smile

Ich glaube, dass ich einen Fehler habe, wenn ich nur die x Koordinate des KSP über die Zeit nehme, da ich dann nur die horizontale Geschwindigkeit habe... oder?

DANKE und lg
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Fritz



Anmeldedatum: 12.07.2009
Beiträge: 1485

BeitragVerfasst am: Mi Jan 04, 2012 1:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Also prinzipiell muss man schon die Gesamtenergie aller Körper nehmen:

Wenn der Mensch sich innerhalb des Rades nicht bewegen würde könnte man sie (mit dem Satz von Steiner) zu einem gemeinsamen Körper zusammenfassen, das wird aber wohl nicht der Fall sein.

Wenn das Rad vollkommen kreissymmetrisch ist und der Untergrund horizontal, kann man seine potentielle Energie vernachlässigen. (Wenn man das Rad alleine hinstellt rollt es nicht davon, oder?)

Das Rad hat also eine eigene kinetische Energie, die sich aus seiner (horizontalen) Geschwindigkeit ergibt.

Der Mensch im Rad hat nun eine horizontale und vertikale Geschwindigkeit, die zusammen seine kinetische Energie ergeben, außerdem hat er eine potentielle Energie, die sich aus seiner vertikalen Position ergibt.

ABER: Der Mensch hat auch in seinem Körper (chemisch bzw. biologisch) Energie gespeichert, die er über seine Muskeln in mechanische Arbeit umsetzen kann!

Man denke nur an folgenden Fall: Das Rad steht, der Mensch steht aufrecht am untersten Punkt des Rades und springt nun nach oben. Plötzlich hat der Mensch und damit das Gesamtsystem also kinetische Energie!

Man muss also die vom Menschen eingebrachte Energie mit in die Energieerhaltungsgleichung hinein nehmen.

Man kann also aus den Daten des Videos errechnen welche Energie (bzw. Kraft) der Mensch zu jedem Zeitpunkt ins System eingebracht hat.

Was genau du eigentlich ausrechnen willst hast du uns ja noch nicht verraten.


Außerdem muss man bei der Umrechnung von Pixel auf Koordinaten streng genommen noch die Abbildungsfehler der Kamera und die Perspektive berücksichtigen.

mfg Fritz

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lentschgal



Anmeldedatum: 02.11.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Mi Jan 04, 2012 2:36 pm    Titel: Antworten mit Zitat

hallo und Danke für die Antwort,

wegen dem Steinersatz: ich denke man könnte den schon ausrechnen, da ich ja auf jedem Bild eine statische Situation habe... über eine Kurve der daten kann ich dann die Bewegung darstellen... oder???

ja, das rad is kreissymmetrisch und der Unergrund ist horizontal - Verzerrungen von der Kamera und andere Faktoren werden für dieses Projekt bei seite gelassen (da die gleichen faktoren für jeden Veruch gelten und ich das vorher schon in meiner Arbeit angemerkt habe)

"Man kann also aus den Daten des Videos errechnen welche Energie (bzw. Kraft) der Mensch zu jedem Zeitpunkt ins System eingebracht hat.
Was genau du eigentlich ausrechnen willst hast du uns ja noch nicht verraten. "

-> ich denke die Energie (Kraft) des Turners habe ich berechnet...

naja, im grunde will ich beweisen, dass eine Übung weniger energieaufwendig ist für den Turner als eine andere... damit ich das schaffe, wollte ich die Energiekurven vergleichen... und dann hoffentlich über mehrere Probanden dann ein signifikantes Ergebnis raus bekommen Wink
kurz ich brauche eigentlich den Energieverlauf der Person über die Zeit (was ich ja habe) - nur stimmt das??
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Fritz



Anmeldedatum: 12.07.2009
Beiträge: 1485

BeitragVerfasst am: Mi Jan 04, 2012 3:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

wegen dem Steinersatz: ich denke man könnte den schon ausrechnen, da ich ja auf jedem Bild eine statische Situation habe


Naja, aber die Situation erscheint nur auf den Einzelbildern statisch. Mit einem Einzelbild kann man keine Energie berechnen.

Folgendes Gedankenbeispiel: Eine kleine Scheibe sei konzentrisch, aber drehbar, auf einer drehbaren gelagert. Wenn nun die beiden Scheiben beginnen sich relativ zueinander zu drehen so kann man natürlich mit dem Satz von Steiner eine Zahl berechnen, die aber immer gleich ist, egal ob sich etwas dreht oder nicht. Mit der Energie im System hat diese Zahl aber nichts zu tun.


Es zahlt sich IMHO auch gar nicht aus lange darüber nachzudenken, man kann auf jeden Fall auch einfach alle Energien zusammenzählen. (Die rotatorischen Energien hatte ich oben aber noch vergessen.)

Man braucht:
# die Geschwindigkeit des Rades (Rollen ohne Gleiten vorausgesetzt kann man damit die Gesamtenergie des Rades berechnen)
# die Schwerpunkts Geschwindigkeit des Menschen (horizontal und vertikal)
# die Drehrate des Menschen um seinen Schwerpunkt
# die vertikale Position des Schwerpunktes des Menschen.

Streng genommen müsste man noch die Energie, die in den Bewegungen der Körperteile des Menschen zueinander steckt berücksichtigen, dann wird es aber aufwändig.

Unter Umständen ist es gar nicht notwendig wirklich den gesamten Vorgang zu analysieren. Wenn das Ergebnis der beiden Übungen das gleiche (oder zumindest ähnlich ist) muss man nur Anfangs und Endzustand vergleichen.

mfg Fritz

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lentschgal



Anmeldedatum: 02.11.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Mi Jan 04, 2012 3:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

okay, danke - das hilft schon mal weiter.

noch nicht ganz folgen kann ich für was ich die genannten 4 Punkte brauche und was ich damit dann anfange. (drei dieser vier punkte wären ja auch schon in meiner Energiekurve indirekt repräsentiert)

Die Drehrate des Menschen um den Schwerpunkt verstehe ich nicht... Er macht genau 360° um die Achse. (er ist an einem achsenfernen punkt des Rades, welches eine Umdrehung macht)
Wieso ist das wichtig??

[i]"Unter Umständen ist es gar nicht notwendig wirklich den gesamten Vorgang zu analysieren. Wenn das Ergebnis der beiden Übungen das gleiche (oder zumindest ähnlich ist) muss man nur Anfangs und Endzustand vergleichen."[/i]

das ist leider min Problem!! - allerdeings sind Anfangs und Endposition beider Übungengenau die selben - nur die Übung ist eine Andere...

(falls interesse besteht: Ich will herausfinden, ob eine vorwärtsrotation um die Spreizsprosse mehr Energieaufwand erfordert als eine rückwärtsrotation - hier ein Bild zur besseren Vorstellung: http://www.rhoenradbau.de/assets/images/Rhoenrad.gif )
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Fritz



Anmeldedatum: 12.07.2009
Beiträge: 1485

BeitragVerfasst am: Mi Jan 04, 2012 4:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Die Drehrate des Menschen um den Schwerpunkt verstehe ich nicht... Er macht genau 360° um die Achse. (er ist an einem achsenfernen punkt des Rades, welches eine Umdrehung macht)
Wieso ist das wichtig??


Mit Drehrate ist die Winkelgeschwindigkeit gemeint bzw. die Drehzahl des Menschen um seine Schwerpunktsachse. Der Mensch selbst dient dabei quasi als Schwungscheibe und speichert Energie.


Zitat:
allerdeings sind Anfangs und Endposition beider Übungengenau die selben - nur die Übung ist eine Andere...


Wenn Anfangs und Endzustand übereinstimmen, dann ist auch die erforderliche Gesamtenergie (theoretisch) die gleiche.

Es kann aber zb. sein, dass bei einer Übung zunächst sehr viel Energie vom Menschen abgegeben wird, später aber vom System zum Teil wieder zurückgegeben wird, so dass in Summe wieder das gleiche herauskommt.

Allerdings tut sich der Mensch eher schwer mechanische Energie wieder in sich aufzunehmen. Ansonsten könnte man ja an einen Tag einen 1000m hohen Berg hinaufsteigen und am gleichen Tag wieder herunter und am Ende wäre man nicht hungriger oder erschöpfter als wäre man nur um den Berg herum gegangen.

Es kann also durchaus sein, dass der für den Menschen entscheidende Energieaufwand bei einer Übung höher ist als bei der anderen, obwohl die mechanische Energie die gleiche ist.

Es kommt eben sehr darauf an wonach man fragt. Wenn man an der für den Menschen entscheidenden Energie interessiert ist (d.h. wie viel Nahrung muss der Mensch vorher aufnehmen um die Übung durchführen zu können). Dann benötigt man erst mal ein Modell der Muskeln, das den geforderten Kraft und Geschwindigkeitsverlauf in einen Nährwert übersetzt.

Damit kenne ich mich aber leider nicht nicht aus. Auch wenn man so ein Modell hätte wäre die Aufgabe trotzdem noch sehr kompliziert, da man erst einmal die Kräfte in den einzelnen Muskeln bestimmen müsste. Das wäre also viel zu aufwändig.


Es bleiben dir also aus meiner Sicht 2 Möglichkeiten:

# Du begnügst dich mit dem Ergebnis, dass die 'mechanisch' aufzuwendende Energie die gleiche ist, was ein gesichertes Ergebnis ist.

# Du berechnest für beide Fälle den Verlauf der vom Menschen zu leistenden Leistung aus den Messdaten und erfindest dann ein einfaches Modell um auf einen Vergleichswert zu kommen (zb den Maximalwert oder die Summe aller positiven Beiträge). Allerdings ist dieses Ergebnis dann stark von deiner Modellannahme abhängig.

mfg Fritz

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lentschgal



Anmeldedatum: 02.11.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: Di Jan 10, 2012 12:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
also DANKE für die Tipps, die habe ich gut gebrauchen können.
Ich habe nun mich mit meinem Ergebnis begnügt (hoch lebe der minimalismus Smile )

Ich habe wie vorher schon erwähnt eine Energie-Zeit kurve mit meinen Ergebnissen gemacht.
Was ich nun gemacht habe ist, mit der summierten Simonschen Regel die Fläche unter meinem Graphen eruiert und somit einen tollen unterschied feststellen können!

ich bin mir noch in einer letzten Frage unsicher...

Wenn ich Energie über die Zeit in einem Diagramm darstelle, ist es dann Wirkung oder Leistung???

und kann ich über den Umweg der Leistung auch auf Arbeit schließen??

(Das hab ich nämlich gemacht... aber stimmts?? )

Vielen lieben DANK!!!!
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Fritz



Anmeldedatum: 12.07.2009
Beiträge: 1485

BeitragVerfasst am: Di Jan 10, 2012 5:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wenn ich Energie über die Zeit in einem Diagramm darstelle, ist es dann Wirkung oder Leistung???


Hää?

Nur weil du Energie in einem Diagramm darstellst bleibt es immer noch Energie.

Das zeitliche Differential von Energie ist Leistung. Das zeitliche Integral nennt man Wirkung.

Natürlich kann man durch Integrieren des Leistung auf die Energie schließen.

mfg Fritz

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